Landkreis Dachau

VERKEHRSTECHNISCHE ERSCHLIEẞUNG

Günstige Verkehrslage

Die verkehrsgeographische Lage unseres Landkreises ist außerordentlich günstig und mit ein Grund für den starken wirtschaftlichen Aufschwung, den unsere Region in der Nachkriegszeit genommen hat. Nur 13 Kilometer liegt der Münchner Marienplatz von der südlichen Landkreisgrenze entfernt. Der Landkreis selbst liegt eingebettet zwischen trichterförmig auf die Landeshauptstadt zulaufenden Autobahnen: im Westen die Bundesautobahn Stuttgart - München, im Osten die Autobahn Nürnberg - München und das Autobahnteilstück München - Freising. Hinzu kommen zwei Bahnstrecken. Mit dem Beitritt des Landkreises zum Münchner Verkehrsverbund im Herbst 1982 wurde eine wesentliche Verbesserung des Nahverkehrs erreicht.


Autobahn und Bundesstraßen

Die spezielle Verkehrssituation des Landkreises Dachau ist dadurch gekennzeichnet, dass Autobahnen und Bundesstraßen - welche die überregionale Verkehrsanbindung besorgen sollen - den Landkreis lediglich an der Peripherie berühren. In der Mitte und im Norden des Kreisgebietes ist keine Querverbindung vorhanden. Doch ist dieses Manko nicht zu hoch zu bewerten, weil die Ost-West-Ausdehnung des Kreisgebietes relativ gering ist und dadurch auch die weitest entfernten Landkreisteile kaum mehr als 15 km Luftlinie von der nächsten Autobahn bzw. Bundesstraße entfernt liegen. Wichtigstes Anliegen des Landkreise war jedoch der Ringschluss des Autobahnringes München, da die Bundesstraße B 471 durch den überregionalen Verkehr völlig überlastet war. Im Jahr 1999 konnte durch die Fertigstellung der A 99 bis zur BAB München - Stuttgart (A 8) einschließlich der Eschenrieder Spange die B 471 erheblich entlastet werden.
Direkt im Kreisgebiet liegen lediglich die rund 19,3 km der BAB München - Stuttgart (A 8) und der Eschenrieder Spange und 42,8 km Bundesstraßen. 


Staatsstraßen

Eben weil der Landkreis lediglich an der Peripherie von Bundesfernstraßen berührt wird, kommen den Staats- und Kreisstraßen für die innere Erschließung des Kreisgebietes eine besondere Rolle zu. Durch den Landkreis verlaufen neun Staatsstraßen mit einer Gesamtlänge von über 134,51 km. Dabei ist die Staatsstraße 2047 mit 29,85 km die Längste. Bundesautobahn, Bundes- und Staatsstraßen zusammengenommen besitzen eine Gesamtlänge von knapp 196,6 km. Sie befinden sich in staatlicher Unterhaltslast. 


Kreisstraßen

Das überörtliche Straßennetz wird durch 18 Kreisstraßen ergänzt, deren Unterhalt und Ausbau dem Landkreis obliegen. Zusammen besitzen sie eine Länge von 154,8 km. Ausbau und Unterhalt dieser Straßen stellen eine der vordringlichen Pflichtaufgaben des Landkreises dar. Bei der Länge und Dichte des Netzes ist die daraus resultierende finanzielle Belastung des Landkreises erheblich.


Knapp 800 km Gemeindestraßen

In die Zuständigkeit der 17 Kreisgemeinden fallen die Gemeindestraßen, wozu die Gemeindeverbindungsstraßen und die gemeindlichen Innerortsstraßen zählen. Manche Ortsteile werden allein durch Gemeindeverbindungsstraßen an die größeren regionalen und überregionalen Verkehrsachsen angebunden. Die Gemeindestraßen im Landkreis Dachau besitzen eine Gesamtlänge von 774,8 km.


Eisenbahnverkehr

Für die Infrastruktur eines Gebietes sind auch die Eisenbahnlinien von besonderer Bedeutung. Bereits aus dem vorletzten Jahrhundert stammt der Bau der Hauptbahnlinie München - Ingolstadt, die zwischen Petershausen und Karlsfeld vor allem die östliche Landkreishälfte verkehrstechnisch erschließt. Von dieser Hauptbahnstrecke biegt seit 1913 noch eine Nebenbahnlinie ab, die in Dachau ihren Anfang nimmt, in einem weiten Bogen nach Markt Indersdorf ausholt, um schließlich in Altomünster zu enden. Kein geringerer als Ludwig Thoma, der von 1894 bis 1897 als Rechtsanwalt in Dachau lebte, hat sich in köstlicher Weise als Schriftsteller mit dem kuriosen Zustandekommen dieser Nebenbahn beschäftigt. In seinem Roman Der Ruepp machte er sich sogar ganz unverhohlen über die seltsame Linienführung der Dachauer Lokalbahn lustig, indem er schrieb: Die Eisenbahn macht von Schwabhausen einen langen Umweg, um den altberühmten Markt Indersdorf nicht auf der Seite liegen zu lassen, und die Bedeutung des Ortes kommt jedem Fahrgast zu Bewusstsein, wenn der Zug dort dreimal so lang hält wie auf den kleinen Stationen. Auch in vielen anderen Werken (z. B. Erster Klasse und Die Lokalbahn) sind seine Erfahrungen mit der Dachauer Lokalbahn eingeflossen. In seinem Roman Altaich, in dem er auf Altomünster als Endpunkt dieser Strecke anspielt, hat er Moritaten um die Eröffnung im Jahr 1913 niedergeschrieben.

Insgesamt durchziehen den Landkreis 54 km Bahnlinie mit 14 Haltestationen.

 

DIE LAGE DES LANDKREISES

Geographie unseres Landkreises

Der Landkreis Dachau liegt im westlichen Oberbayern. Mit seiner westlichen Kreisgrenze berührt er den benachbarten Regierungsbezirk Schwaben. Im Süden grenzt er an die Landeshauptstadt München. Nachbarlandkreise sind im Norden Pfaffenhofen an der Ilm, im Osten Freising und München, im Süden Fürstenfeldbruck und im Westen Aichach-Friedberg.


579 km2 Fläche

Mit 579,2 qkm gehört Dachau zu den flächenkleineren Landkreisen Bayerns. Hinsichtlich seiner Fläche steht er unter den 71 bayerischen Landkreisen an 62. Stelle. Im Regierungsbezirk Oberbayern steht er hinsichtlich seiner Flächenausdehnung an 16. Stelle von 20 Landkreisen. 


Die natürlichen Gegebenheiten

Nördlich von München, wo die großen Moose an die tertiären Rücken des oberbayerischen Hügellandes stoßen, dort beginnt das bezaubernde Dachauer Land. Beiderseits der markanten Täler von Amper und Glonn liegen in einem von Waldflecken durchsetzten Bauernland die hübschen Dörfer. Noch 1935 schwärmte Wilhelm Hausenstein begeistert: Nicht umsonst haben in einer klassischen Zeit der Münchner Malerei treffliche Meister wie Eduard Schleich die Gegend um Dachau aufgesucht. Die Luft ist eine rechte Malerluft, das Licht ein wahres Malerlicht. Der grüngoldenen, bräunlich goldenen Weite des Dachauer Mooses setzen die Münchner Frauentürme und die blauen Alpen mit den blütenweißen Scheiteln ein köstliches Ziel; der großartigen Sicht von der Dachauer Höhe ist nur noch der Ausblick vom Belvedere des Freisinger Dombergs vergleichbar. Die Amper geht, gesäumt mit üppig belaubten Bäumen, in der Tiefe ihren reizend gewundenen Weg. Heute bieten das Dachauer Moos im Süden und das wellige, von Wäldern durchzogene Hügelland im Norden Erholung und Ruhe in unmittelbarer Nähe der Millionenstadt. Gerade aber die Landeshauptstadt drängt über ihre Grenzen hinweg nach außen. Rege Bau- und Industrieansiedlungstätigkeiten erfordern auch im Landkreis erheblichen Landbedarf, vor allem im unmittelbaren Einzugsbereich Münchens. Mit der Ausweisung von Landschaftsschutzgebieten versucht deshalb der Landkreis, schützenswerte Landstriche auch für die Zukunft zu bewahren.

Das Kreisgebiet im flachwelligen Donau-Isar-Hügelland mit Erhebungen um 500 m über Normalnull wird hauptsächlich von der Glonn nordostwärts zur Amper hin entwässert. Hier hat die Rodung den Wald auf Kuppen, Steilhänge und Schotterböden zurückgedrängt. Das hügelige Land wird vorwiegend als Ackerland genutzt. Dagegen findet man längs von Amper und Glonn sowie auf den zum Teil kultivierten Moorböden des Dachauer Mooses auch Wiesen und Weiden.
Die höchsten Erhebungen im Landkreis liegen bei Schmarnzell (Markt Altomünster) mit 551 m über Meereshöhe (oder "Normal Null" = NN) und bei Deutenhausen (Gemeinde Bergkirchen) mit 556 m über NN. 


15 % Wald

Schon ein flüchtiger Blick auf die Kreisgebietskarte zeigt, dass der Waldanteil im Landkreis Dachau verhältnismäßig gering ist. Lediglich 15,7 % des Kreisgebietes sind bewaldet. Den größten Waldanteil haben die Gemeinden Odelzhausen (25,7 %), Erdweg (23,2 %), Hilgertshausen-Tandern (21,8 %) und Sulzemoos (20,8 %). Waldärmste Gemeinden sind Karlsfeld mit 3,3 % Waldanteil und die Stadt Dachau mit 6,1 %.
Dreiviertel der Fläche, knapp 74 %, werden landwirtschaftlich genutzt. 1 % sind Wasserflächen und ca. 8 % sind bebaute Wohn- und Verkehrsflächen. Die restlichen Flächen (Wirtschafts- und sonstige Infrastruktureinrichtungen) machen etwa 1,3 % aus.


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