Bildungsreise des Jugendkreistags nach Oświęcim und Krakau
Vom 1. bis 5. November 2025 unternahmen zehn Vertreterinnen und Vertreter des Jugendkreistags bzw. Jugendrates Dachau eine Studienreise nach Oświęcim und Krakau. Die Reise diente der historisch-politischen Bildung, der Vertiefung der Landkreispartnerschaft sowie dem Austausch mit dem Jugendkreistag Oświęcim.
Zum Auftakt erkundete die Gruppe bei einer Stadtführung Oświęcim und besuchte anschließend die Synagoge und das jüdische Museum. Dabei trat besonders die einst bedeutende jüdische Geschichte der Stadt hervor.
Ein zentraler und sehr bewegender Moment war die gemeinsame Kranzniederlegung an der Todeswand in Auschwitz I gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern des Jugendkreistags Oświęcim. Dieses gemeinsame Gedenken leitete zur intensiven Auseinandersetzung mit der Geschichte über.
Es folgte die ausführliche Besichtigung von Auschwitz I sowie des ehemaligen Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau unter der eindrucksvollen Führung von Marta Królikowska-Hardek, deren Ausführungen die Jugendlichen nachhaltig beeindruckte. Ergänzend erhielten sie einen Vortrag von Pressesprecher Bartosz Bartyzel über Information und Desinformation rund um die Gedenkstätte.
Ein weiterer Schwerpunkt war die gemeinsame Sitzung der Jugendkreistage Dachau und Oświęcim. Beide Gremien tauschten sich über Arbeitsweisen, aktuelle politische Themen und Formen der Jugendbeteiligung aus. Ein Workshop zum Kennenlernen förderte Vertrauen und persönliche Begegnung. Zusätzlich gab Dr. Alicja Bartuś in ihrem Vortrag „Die wiederentdeckte Erinnerung. Warum sollten wir uns an Auschwitz erinnern?“ wichtige Impulse, indem sie historische Verantwortung mit gegenwärtigen Herausforderungen verknüpfte. Beide Jugendkreistage verständigten sich darauf, die Partnerschaft weiter auszubauen und 2026 einen Gegenbesuch in Dachau durchzuführen.
Abgerundet wurde die Reise durch den Besuch Krakaus mit einer Führung durch die Altstadt und das jüdische Viertel Kazimierz. Die Jugendlichen beschrieben die gesamte Fahrt als intensiv, horizonterweiternd und langfristig motivierend für ihr politisches Engagement.