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„Bei mir und bei dir, u mnie i u ciebie“

19.02.2021 Die Landkreise Dachau und Oświęcim nehmen gemeinsam am Projekt des Deutsch-Polnischen Jugendwerks teil. Der Jugendaustausch spielt im Rahmen deutsch-polnischer Kommunalpartnerschaften eine wesentliche Rolle. Um die partnerschaftliche Zusammenarbeit der Kommunen in diesem Bereich zu unterstützen, hat das Deutsch-Polnische Jugendwerk (DPJW) unter der Schirmherrschaft des Rates der Gemeinden und Regionen Europas das Schulungs- und Vernetzungsprogramm „Bei mir und bei dir. U mnie i u ciebie“ entwickelt.

Projekt "Bei mir und bei Dir"

Dieses hat zum Ziel, dauerhafte Kontakte zwischen Jugendlichen sowie einen nachhaltigen Fachaustausch zwischen Bildungs-, Sozial- und Kultureinrichtungen zu schaffen. Bis Ende Januar 2021 haben sich mehrere Städte-, Gemeinde- und Landkreispartnerschaften um die Teilnahme am Programm beworben, darunter auch die Landkreispartnerschaft „Dachau – Oświęcim“.  Jetzt wurden die Ergebnisse bekannt gegeben – beide Landkreise sind mit dabei.

„Die Entscheidung des DPJW freut unsere Partner vom Landratsamt Oświęcim und uns riesig“, sagt Dr. Bernadetta Czech-Sailer, zuständige Partnerschaftsreferentin im Büro von Landrat Stefan Löwl. „In den letzten Jahren haben wir uns bemüht, die Kontakte zwischen den Jugendlichen aus beiden Kommunen herzustellen. Mehrere Klassen und Jugendorganisationen von uns haben unseren Partnerlandkreis besucht und sich nach der Besichtigung der Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau mit der Geschichte auseinandergesetzt. Wir haben wiederrum jedes Jahr eine Gruppe von Jugendlichen aus Oświęcim zur Internationalen Jugendbegegnung nach Dachau eingeladen. Es waren aber bis dato in der Regel leider nur einmalige Maßnahmen. Durch die Teilnahme am Programm erhoffen wir uns, unsere Vision der gut funktionierenden Partnerschaft im Bereich Jugendaustausch durch die professionelle Unterstützung erfolgreich zu realisieren“.

Landrat Stefan Löwl sieht auch politische Aspekte des Projektes: „Der Jugendaustausch dient dem gemeinsamen Kennenlernen und trägt zum Abbau von Vorurteilen bei, was das Verständnis füreinander und die Freundschaften fördert. Dies wiederrum ist sehr wichtig für das Bekenntnis zu einem vereinten Europa und zum Kampf gegen die Feinde der Demokratie“.  

Die Partnerschaftsbeauftragte, Kreisrätin Marese Hoffman, ergänzt: „Ganz grundsätzlich dient dieser Austausch der Jugendlichen auch dazu, sich selbst und die eigene Identität kennenzulernen, um dann kulturelle Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu finden, was letztendlich dazu führt, das Wesen von Vielfalt in der Gesellschaft zu verstehen“.

Im Rahmen des Programms ist ein Netzwerktreffen für die Vertreterinnen und Vertreter der ausgewählten Kommunalpartnerschaften geplant, in welchem die Potenziale beider Kommunen ermittelt werden. Nach einer individuellen Beratung mit den Expertinnen und Experten des DPJW wird ein Aktionsplan erarbeitet, wie man Jugendliche in die Partnerschaft miteinbeziehen kann. Die Auftaktveranstaltung ist für Herbst 2021 vorgesehen, danach soll die Umsetzung der grenzüberschreitenden Kooperationsprojekte erfolgen.

Das Deutsch-Polnische Jugendwerk ist eine 1991 von den Regierungen der Bundesrepublik Deutschland und der Republik Polen gegründete internationale Organisation, die deutsch-polnische Jugendbegegnungen und Fachprogramme finanziell und inhaltlich unterstützt. Seit der Gründung wurden über 3 Millionen junge Menschen im Rahmen von nahezu 80.000 Projekten im Austausch gefördert.

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