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Bildung und Arbeit unter der Lupe: Erster Bericht zur Integration von Neuzugewanderten im Landkreis Dachau

24.10.2018 Die Integration von Neuzugewanderten in Bildung und Arbeit schreitet im Landkreis Dachau gut voran. Das ist die Bilanz einer ersten Untersuchung dieser Themenbereiche der zuständigen Stellen im Landratsamt Dachau.

Bildung und Arbeit

Demnach steht fest: Die Zuwanderung ist ein tragender Faktor für die deutsche Wirtschaft geworden. Im Landkreis Dachau stellen Mitbürgerinnen und Mitbürger mit ausländischem Pass etwa 22 Prozent der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten dar. Der Anteil von Personen mit Migrationshintergrund ist dabei wesentlich höher.

Dennoch besteht Handlungsbedarf in verschiedenen Bereichen: Beispielsweise ist die Zusammenarbeit mit neuzugewanderten Eltern aufgrund von Sprachbarrieren in den Kindertageseinrichtungen oft schwierig. Jedes fünfte betreute Kind hat einen Migrationshintergrund.

Zudem zeigen sich beim Übertritt nach der vierten Klasse deutliche Unterschiede zwischen ausländischen und deutschen Schülern: Während über die Hälfte aller ausländischen Schüler im Schuljahr 2015/2016 auf die Mittelschule übertraten, wechselten die meisten deutschen Schüler auf das Gymnasium. Weiter fehlt es in Bezug auf die Deutschkurse an einer zentralen Anlaufstelle zur Bündelung der Bedarfe und zur konkreten Steuerung der Angebote. Das ist eine der im Bericht formulierten Handlungsempfehlungen, die die Integration noch weiter voranbringen würde.

Alle Untersuchungsergebnisse und mögliche Verbesserungsvorschläge sind im Bericht „Integration im Landkreis – Schlüsselfaktoren Bildung und Arbeit“ zu finden. Dieser ist im Rahmen des Projektes „Kommunale Koordinierung der Bildungsangebote für Neuzugewanderte“ entstanden. Die Bildungskoordinatorin des Landratsamtes, Jasmin Lipp, hat im Hinblick auf Neuzugewanderte erstmals Daten und Informationen zu verschiedenen Bildungsbereichen aus unterschiedlichen Quellen zusammengetragen und ausgewertet. Sie arbeitete dabei eng mit der Integrationsbeauftragten des Landkreises, Aferdita Pfeifer, zusammen, die für den Teil zur Arbeitsmarktsituation verantwortlich war. Auf Grundlage der Zahlen und Einschätzungen von Fachstellen zeigen die Autorinnen sowohl Herausforderungen als auch Handlungsempfehlungen für die verschiedenen Bereiche auf. Diese sollen als Impulse und Entscheidungsgrundlage für Akteure und Gremien dienen.

Die zentralen Ergebnisse des Berichts in Bezug auf die Themen Schule und Arbeit stellten die Bildungskoordinatorin und die Integrationsbeauftragte auch am vergangenen Montagabend in der öffentlichen Sitzung des Asyl- und Integrationsbeirates vor. Das erst im Juni neu gegründete Gremium hatte sich für die dritte Sitzung diese Themen als Prioritäten gesetzt. Nach der Präsentation diskutierten die Mitglieder insbesondere darüber, wie neuzugewanderten Eltern trotz Sprachbarrieren wichtige Informationen rund um Kindergarten und Schule vermittelt werden können. Ein möglicher Ansatzpunkt wäre ein Dolmetscherpool, auf den alle Einrichtungen zugreifen könnten. Für die nächste Sitzung im Januar haben sich die Mitglieder das Thema Elternbildung als Schwerpunkt gesetzt.

Den Bericht können Sie auf der Internetseite des Landratsamtes unter „Integration im Landkreis“ einsehen und unter folgendem Link herunterladen: https://www.landratsamt-dachau.de/familie-bildung-migration/migration-asyl/integration-im-landkreis/