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Landräte Niedergesäß und Löwl stellen Positionspapier der Landräte zur Zukunft der S-Bahn München vor

05.04.2017 In einem Pressegespräch in München stellte Landrat Stefan Löwl zusammen mit seinem Ebersberger Kollegen Landrat Robert Niedergesäß das Positionspapier der MVV-Landräte zur Zukunft der S-Bahn München vor.

MVV

Das Papier wurde in den letzten Monaten von den Landräten und deren Verwaltungen erarbeitet, um alle notwendigen Maßnahmen aus der Region zusammenzuführen und auch Visionen für ein modernes S-Bahn-Netz 2050 in die weitere Diskussion einzubringen.

Die Landräte begrüßen den nun beginnenden Bau der 2. Stammstrecke, welchen sie schließlich auch lange gefordert haben. Nur mit dieser zweiten Röhre lässt sich das bestehende Netz stabilisieren und bessere Taktungen auf den S-Bahn-Außenästen realisieren. Ergänzend dazu sind in den acht Landkreisen aber auch zahlreiche weitere Infrastrukturmaßnahmen dringend nötig, um die S-Bahn für die Zukunft fit, zuverlässiger und damit noch attraktiver zu machen. „Hier muss künftig mehr investiert werden, und auch die S-Bahn München bzw. die Bahn als Netzbetreiber selber, haben in der Vergangenheit viel zu wenig in das S-Bahn-Netz und dessen Zukunftsfähigkeit investiert,“ so Landrat Niedergesäß.

Für den Landkreis Dachau fordert Landrat Stefan Löwl insbesondere die Aktivierung des S-Bahn-Nordrings mit einer Anbindung von Karlsfeld, sowie die Schließung bestehender Taktlücken auf der Linie S2 nach Petershausen bzw. Altomünster. Auch ein nächtliches Angebot, zumindest an den Wochenenden, soll künftig angeboten werden. Weitere langfristige Projekte müssen die Verlängerung der S-Bahn-Äste von Altomünster bis Aichach und von Petershausen bis Pfaffenhofen an der Ilm sowie der fehlende S-Bahn-Ast in Richtung Odelzhausen/Dasing werden. Außerdem soll nachhaltig geprüft werden, ob ein zentraler S-Bahn-Pendlerhalt vor Dachau eine Möglichkeit zur Entlastung des ganzen südlichen Landkreises sein kann.

Die Landkreise fordern zudem eine konkrete Mitsprache für das geplante Betriebskonzept nach Fertigstellung der 2. Stammstrecke. „Wir müssen jetzt planen um für die Herausforderungen der Zukunft gerüstet zu sein“, so Löwl. „Unsere Buslinien werden für Zeiträume von 8-10 Jahren ausgeschrieben und müssen daher bereits jetzt an das künftige Betriebskonzept angepasst werden. Außerdem müssen wir die Trassen für zukünftige Infrastrukturprojekte freihalten. Wenn wir dies nicht schaffen, kommen wichtigen Zukunftsprojekte nicht erst in ein paar Jahren oder Jahrzehnten, sondern gar nicht.“

In einem ersten Gespräch mit Innenminister Herrmann Anfang März konnten die Landräte schon große Schnittmengen feststellen und den Dialog für einen besseren ÖPNV in unserer Region eröffnen bzw. eintakten.