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Landrat und Karlsfelder Bürgermeister begrüßen Vereinbarung zur Aktivierung des DB-Nordrings für den ÖPNV

17.09.2019 „Man sagt, oft ist der erste Schritt der schwerste, aber zumindest ist es der wichtigste!“ Mit diesen Worten reagierte Landrat Stefan Löwl auf die Unterzeichnung einer gemeinsamen Vereinbarung zu einer ersten Teilreaktivierung des sog. DB-Nordrings zwischen Freistaat Bayern und BMW am 16.09.2019 durch Bayerns Verkehrsminister Dr. Hans Reichhart und Dr. Herbert Grebenc, Bereichsleiter Immobilien der BMW Group.

S-Bahn Hebertshausen

Die Pendlerzahlen aus dem Landkreis Dachau sowie dem nördlichen Münchner Umland zu BMW und anderen Arbeitgebern im Münchner Norden steigen stetig. In den verschiedenen Foren zur Mobilität im Münchner Norden ist daher die Aktivierung des DB Nordrings ein ständiges Thema und eine der Hauptforderungen der Kommunen. Ziel ist es, dass die aus dem nördlichen Umland kommenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz künftig auch per S-Bahn komfortabel erreichen können.

Die vom Freistaat Bayern im vergangenen Jahr beauftragte Machbarkeitsstudie kommt zu dem Ergebnis, dass im Vorgriff auf einen möglichen Komplettausbau des Nordrings eine Anbindung des BMW Forschungs- und Innovationszentrums (FIZ) mit Pendelzügen erfolgen kann. „Die Umsetzung dieser ersten Stufe für eine neue Querverbindung ist ein wichtiger Impuls für das Gesamtprojekt,“ sagt daher Landrat Löwl in einer ersten Stellungnahme. Derzeit fahren auf der zweigleisigen Hauptstrecke des Münchner Nordrings ausschließlich Güterverkehrszüge. „Der Einstieg in eine Nutzung dieser Trasse für den Personennahverkehr stellt den wichtigen Paradigmenwechsel dar, auch wenn die nun erst einmal geplanten Pendelzüge noch keine überörtlichen Verkehrsverlagerungen bewirken werden,“ erklärt Landrat Löwl.

Der Freistaat Bayern wird nun zeitnah mit der Deutschen Bahn eine Planungsvereinbarung abschließen. Staatsminister Reichhart sieht darin einen weiteren Schritt zur Entzerrung des stark staubelasteten Münchner Nordens. Noch vor Inbetriebnahme der 2. Stammstrecke sollen die ersten Pendelzüge auf der Strecke Karlsfeld – FIZ – Euroindustriepark oder Moosach – FIZ – Euroindustriepark über den Nordring rollen.

Auch der Karlsfelder Bürgermeister Stefan Kolbe begrüßt diese Entwicklung. „Die Anbindung von Karlsfeld gleich von Beginn an ist ein wichtiges Signal, hat große Potentiale und muss daher schnellstmöglich realisiert werden“, stellt Bürgermeister Kolbe klar. „Ziel muss es aber sein, die vom Landkreis vorangetriebene und vom Freistaat sowie den großen Münchner Arbeitgebern ebenfalls unterstütze Fortführung bis Dachau und zur geplanten Mobilitätsdrehscheibe Breitenau zu erreichen, auch wenn dies aufgrund der baulich und eisenbahnverkehrlich höchst komplizierten Querung der ICE-Trasse sicherlich noch Jahre dauern wird.“

Gemeinsames Ziel aller Akteure ist es, den gesamten Nordring für den Personenverkehr zu öffnen und so den Münchner Norden an den regionalen und überregionalen Verkehr besser anzuschließen. Landrat Stefan Löwl verweist in diesem Zusammenhang auf den interkommunalen Zusammenschluss aller Kommunen im Münchner Norden sowie der nördlichen Münchner Stadtbezirke im Rahmen des Verkehrskonzepts München Nord, wo neben einer Steigerung der Zuverlässigkeit der S-Bahnen auch insbesondere neue Kapazitäten und die Aktivierung des DB-Nordrings für den ÖPNV gefordert werden.

Weitere Informationen finden Sie hier:
https://www.landratsamt-dachau.de/zulassung-fuehrerschein-verkehr/mobilitaet-oepnv/oeffentlicher-personennahverkehr-im-landkreis/