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Regionale Wohnungsbaukonferenz entwirft ein Zukunftsbild der Region im Jahr 2040

15.11.2019 Wie soll die Region München im Jahr 2040 aussehen? Was muss alles getan werden, um diese Zukunftsvorstellungen zu erreichen? Das diskutierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Regionalen Wohnungsbaukonferenz in Dachau.

Bild der Region

Gemeinsam haben sie sich auf ein gemeinsames Zukunftsbild verständigt: Das „Bild der Region 2040“ umfasst die Bereiche Mobilität und Kommunikation, Gesellschaft und Zusammenleben, Arbeit und Wirtschaft sowie Freizeit und Erholung.

Mehr als 250 Gäste folgten der Einladung des Dachauer Landrats Stefan Löwl und des Münchner Oberbürgermeisters Dieter Reiter in das Schloss Dachau. Gemeinsam wurden Strategien, Maßnahmen und Lösungswege entwickelt, wie durch Engagement im Wohnungsbau die Zukunft der Gemeinden gesichert und durch integrierte Betrachtung von Siedlungsentwicklung und Freiraum in Nachbarschaften mehr Lebensqualität entstehen kann. Auch die Frage, warum eine Internationale Bauausstellung (IBA) das richtige Format ist, neue Wege für die Mobilität in der Metropolregion München zu testen, wurde diskutiert. An „Stammtischen“ wurden gute Beispiele vorgestellt und deren Übertragbarkeit auf andere Räume untersucht. In einer Regions-Werkstatt entwickelten die Gäste der Konferenz erstmalig ein regionales Zukunftsbild für die Region München.

Bei der Abschlussrunde diskutierten Landrat Stefan Löwl und Stadtbaurätin Prof. Dr.(I) Elisabeth Merk mit der Wörthseer Bürgermeisterin Christel Muggenthal und Kjell Schmidt vom Regionalpark RheinMain die gemeinsamen Herausforderungen und Strategien der kommenden 20 Jahre in Stadt und Land. Vorhandene Kooperationen und Netzwerke sollen intensiviert und konkrete Projekte umgesetzt werden.
Es wurde u.a. vereinbart:  

  • Die von der Region ausgerichtete internationale Bauausstellung IBA – Räume der Mobilität hat zum Ziel, die regionale Mobilitätswende zu schaffen, wie es die Vorbereitungen zu Olympia 1972 für die 1970er Jahre geschafft haben. Dabei müssen nicht nur die Kapazitäten bedarfsgerecht ausgebaut werden, sondern auch ästhetische und damit zum Mitmachen motivierende Lösungen angeboten werden.        
  • In der gesamten Region ist der Konsens zu verdichteten Wohnformen vorhanden. Damit kann Wohnraum flächen- und energiesparend geschaffen werden. Durch die Zusammenarbeit der verschiedenen Akteure ist es möglich, gemeinschaftsorientierte Nachbarschaften regionsweit herzustellen.         
  • Die „Juwelen“ der Region, ihre Landschaften und Erholungsräume, brauchen als gemeinsame Fassung ein Gesamtkonzept zur Freiraumentwicklung, wie es etwa beim Regionalpark Frankfurt oder dem Emscherpark im Ruhrgebiet erstellt wurde und umgesetzt wird.        
  • Die Unterstützung, die spezifisch für die Metropolregion München als Ballungsraum erforderlich ist, wird bei Bund und Freistaat gemeinsam von der Region eingefordert.        
  • Parallel wird von den Kommunen der Region direkt die Initiative ergriffen, Gesamtkonzepte und Lösungen zur gegenseitigen Unterstützung zu erarbeiten und dazu einen interkommunalen Ausgleich von Lasten und Nutzen zur Entwicklung der Region zu vereinbaren.        
  • Die Region kommuniziert über die Kommunalpolitik und -verwaltung hinaus noch aktiver untereinander und mit allen relevanten Akteuren.       
  • Die regionale Entwicklung wird gemeinsam lückenlos bearbeitet. Zur Unterstützung, Koordination, Planung, Orchestrierung und Finanzierung der Bedarfe werden regionale Ressourcen und Strukturen ergänzt oder geschaffen.         
  • Bei der Gestaltung des Wachstums sind Nachhaltigkeit und soziale Gerechtigkeit zentrale Voraussetzungen aller kommunalen Entscheidungen.

Oberbürgermeister Dieter Reiter zeigte sich vom Engagement der Teilnehmerinnen und Teilnehmer begeistert: „Der Wille und die Bereitschaft, die Zukunft unserer Region gemeinsam zu gestalten und dafür auch neue Wege zu begehen, ist groß. Die heutigen Ergebnisse dokumentieren das eindrucksvoll. Der eingeschlagene Weg der Kooperation ist der richtige. Das haben die vergangenen Jahre und die Konferenz heute gezeigt. Wir werden auch weiterhin über die Gemeinde- und Parteigrenzen hinweg an Lösungen für die gesamte Region arbeiten“

Der Dachauer Landrat Stefan Löwl sagt über die diesjährige Wohnungsbaukonferenz in seinem Landkreis: „Es freut mich, dass die Wohnungsbaukonferenz in diesem Jahr im wachstumsstärksten Landkreis Bayerns stattgefunden hat. Gerade hier, im nördlichen Umfeld der Landeshauptstadt, zeigen sich die Wachstumsherausforderungen sowie die divergierenden Interessen auf kleinstem Raum. Um das Wachstum zu gestalten und die Herausforderungen der ganzen Region zu meistern, müssen wir uns dauerhaft und strukturiert austauschen, gemeinsam auf unsere Themen hinweisen und für abgestimmte Lösungen werben.“

Eingeleitet wurde die Konferenz mit aufgezeichneten Interviews über die Erwartungen der Bürgerinnen und Bürger der Region an ihre kommunalen Politikerinnen und Politiker. Die Veranstalter der Konferenz, der Münchner Oberbürgermeister Dieter Reiter und der Dachauer Landrat Stefan Löwl, würdigten zusammen mit dem örtlichen Gemeindeoberhaupt, dem Dachauer Oberbürgermeister Florian Hartmann, die Erfolge der gemeinsamen Bemühungen ihrer Mitstreiterinnen und Mitstreiter sowie Kolleginnen und Kollegen. In einer Rückschau auf bereits erfolgte Initiativen und Projekte aus den vergangenen Konferenzen unterstrichen sie den Wert des bisher Erreichten, mahnten aber gleichzeitig eine noch stärkere Umsetzung der vereinbarten Punkte an.

Herzstück der Konferenz war dieses Jahr die neu konzipierte „Regions-Werkstatt“. An vier Tischen wurden zu den Themen Mobilität und Kommunikation, Gesellschaft und Zusammenleben, Arbeit und Wirtschaft, Freizeit und Erholung gemeinsame Fragestellungen zu den wichtigsten Trends und Entwicklungen der Zukunft der Region München bearbeitet. Die Ergebnisse jedes Thementisches wurden grafisch festgehalten. Entstanden ist im Laufe der Konferenz ein aus den Beiträgen aller engagierten Gäste entworfenes, gemeinsames „Zukunftsbild“ der Region München in 20 Jahren.

Dieses entworfene Zukunftsbild wird vor Weihnachten im Landratsamt Dachau gemeinsam mit dem auf der Konferenz erstellen Dokumentationsfilm für einige Tage öffentlich zu sehen sein. Ein entsprechender Hinweis sowie eine Einladung zum Besuch erfolgt zeitnah.

Pressebilder sowie das Bild „Schritt für Schritt zur Region 2040“ sind unter muenchen.de/plan-presse Stichwort „Pressebilder“ zu finden.

Die Dokumentation der „Regionalen Wohnungsbaukonferenz 2019“ wurde unter muenchen.de/wohnungsbaukonferenz veröffentlicht, wo Sie auch weitere Informationen finden.

 

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