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Fragen und Antworten zur Corona-Impfung

Wer kann sich impfen lassen?

Grundsätzlich kann sich aktuell jeder ab 12 Jahre impfen lassen. Wer sehr viele Vorerkrankungen oder Allergien hat, sollte zuvor mit dem Hausarzt oder den Fachärzten sprechen. Auch Frauen mit Kinderwunsch, Schwangeren und Stillenden können sich gegen Covid-19 impfen lassen.

Was ist der Unterschied zwischen den Impfstoffen?

Alle enthalten einen „Bauplan“, der unseren Körper dazu bringt, ein wichtiges Eiweiß der Coronavirus-Oberfläche herzustellen. Dieses ist körperfremd und löst deshalb eine Produktion von Antikörpern aus. Dringt zu einem späteren Zeitpunkt ein echtes Coronavirus in den Körper ein, „erinnert“ sich das Immun­system an den früheren Kontakt und zerstört das Virus, bevor es sich ver­mehren kann. Die Impfstoffe unterscheiden sich in der Art, womit der Bauplan in unseren Körper kommt:

Die Impfstoffe von BioNTech/Pfizer und Moderna nutzen dafür eine messenger-RNA (mRNA). Dieser Bote ist ein Datenstrang, der in den Körperzellen das Oberflächeneiweiß produ­ziert. Dadurch wird die Erb­substanz, insbesondere Ei­zellen und Spermien, nicht verändert, denn die verwen­dete mRNA wird von En­zymen im Körper in 3 bis 4 Tagen wieder abgebaut.

Die Impfstoffe von Astra­Zeneca und Johnson & Johnson sind vektorbasiert. Das bedeu­tet, ein harmloser, nicht ver­mehrungsfähiger Virus wird als Träger benutzt. Auf ihm befindet sich der „Bauplan“ für einen Teil des Coronavirus. Im Körper wird damit das Oberflächeneiweiß des Coronavirus produziert und so eine Immunreaktion ausgelöst. Die Methode ist eine schon länger verwendete Möglichkeit, Impfstoffe herzustellen.

Nach aktuellem Stand sind die mRNA-basierten Impfstoffe etwas besser geeignet, Infektionen zu verhindern. So schüt­zen BioNTech/Pfizer und Moderna zu 95 % davor, AstraZe­neca zu 70 % und Johnson & Johnson zu 67 %. Damit schützen alle zum Teil sogar deutlich besser als seit langem eingesetzte Impf­stoffe für andere Krankheiten. So bietet die Grippeimpfung zu circa 70 % Schutz vor einer Infektion, die vollständige Keuchhustenimpfung zu 60 %, aber auch das ist absolut aus­reichend. Weiterer Vorteil der Impfung: Selbst wenn man erkrankt, werden nur leichte Symptome auftreten. Nach vollständiger Impfung wurden bislang gar keine lebensbe­drohlichen Verläufe mehr beobachtet.

Warum konnten die Impfstoffe so schnell entwickelt werden?

Es ist schon eine enorme Forscherleistung, dass ein Jahr nach Beginn der Pandemie vier Impfstoffe in der Europäi­schen Union zugelassen sind. Dabei wurden auch alle Sicher­heitsvorgaben eingehalten: Alle drei Phasen der klinischen Studien wurden durchgeführt, die für eine Zulassung nö­tig sind. Die Europäische Arzneimittel-Agentur prüfte die Studiendaten nach den gleichen strengen Kriterien wie bei jedem anderen Medikament. Der Impfstoff kann so schnell eingesetzt werden, weil zum Beispiel die Hersteller auf eige­nes Risiko mit der Produktion begonnen haben, während die Zulassungsprüfungen noch nicht abgeschlossen waren.

Womit werde ich geimpft?

Verimpft werden mRNA Impfstoffe sowie Johnnson&Johnson. Das beste Impfangebot bespricht der Arzt vor Ort.

Was ist mit bettlägerigen Menschen?

Menschen, die Ihr Zuhause nicht mehr verlassen können, können Zuhause geimpft werden. Sollten Sie dies für sich oder einen Verwandten wünschen, so wenden Sie sich nach der Registrierung an den Hausarzt.

Was muss ich zur Impfung mitbringen?

Zur Impfung müssen Sie Ihren Personalausweis mitbringen und Ihren Impfpass, wenn Sie einen besitzen. Denken Sie auch, sofern benötigt, an Ihre Lesebrille und Ihr Hörgerät.

Welche Impfreaktionen sind möglich?

Wie nach jeder Impfung, können auch nach der Co­vid19-Impfung spürbare Impfreaktionen (Fieber, Ab­geschlagenheit, leichte Gliederschmerzen) auftreten. 99,9 % davon zeigen sich innerhalb der ersten Woche, dann ist der Impfstoff ab­gebaut. Wenn Sie bei sich ungewöhnliche oder länger andauernde Impfreaktio­nen oder Nebenwirkungen beobachten, informieren Sie bitte das Impfzentrum oder Ihren Hausarzt darüber.

Die allermeisten Geimpften haben höchstens Schmer­zen an der Einstichstelle, ganz unabhängig vom Impf­stoff. Bei den Mitteln von BioNTech/Pfizer und Mo­derna folgen Abgeschlagen­heit und Kopfschmerzen. Diese Impfreaktionen sind am häufigsten bei jungen Menschen nach der zweiten Impfung zu beobachten. Abgeschlagenheit, Kopf­schmerzen und ein allgemeines Krankheitsgefühl treten zu­meist nach der ersten Dosis von AstraZeneca und Johnson & Johnson auf.

Im Gegensatz zu den Nebenwirkungen sieht Versor­gungsarzt Dr. Günzel die bekannten Impfreaktionen posi­tiv: „Sie sind ein Zeichen, dass die Impfung wirkt. Die Ab­wehrkräfte gehen gegen den Eindringling vor und werden ihn auch beim nächsten Kontakt erkennen. Freilich sind ein paar Tage, an denen wir uns nicht gut fühlen, anstren­gend. Sie ersparen uns aber die Krankheit oder zumindest einen lebensbedrohlichen Verlauf oder sogar den Tod.“

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