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Fragen und Antworten zur Corona-Impfung

Wer kann sich impfen lassen?

Grundsätzlich kann sich aktuell jeder über 18 Jahre impfen lassen. Wer sehr viele Vorerkrankungen oder Allergien hat, sollte davor mit dem Hausarzt oder den Fachärzten sprechen. Auch Frauen mit Kinderwunsch können sich gegen Covid-19 impfen lassen. Schwangeren und Stillenden hingegen rät die Ständige Impfkommission generell nicht zur Impfung, da bisher keine Daten dafür vorliegen.

Was kostet die Impfung?

Für alle Menschen, die ihren ständigen Hauptwohnsitz in Deutschland haben, ist die Impfung kostenlos.

Was muss ich tun, wenn ich geimpft werden möchte?

Wenn Sie sich impfen lassen möchten, müssen Sie sich dafür anmelden. Machen Sie am besten schon jetzt den ersten Schritt zur Impfung:

  • Über das Internet: Die Bayerische Staatsregierung hat für die Anmeldung das Online-Registrierungssystem impfzentren.bayern/citizen vorgesehen. Das Ver­fahren ist wirklich sehr einfach und lässt sich in etwa 5 Minuten erledigen.
    • Als Erstes müssen Sie eine E-Mail-Adresse angeben.
    • An diese wird ein Bestätigungslink geschickt. Wenn Sie auf den Link geklickt haben, können Sie die Registrie­rung fortsetzen.
    • Nun müssen Sie einige Daten und eine Telefonnummer (auch Festnetz) eingeben. Außerdem können Sie Anga­ben zur beruflichen Tätigkeit, zu Ihrer Kontaktsituation sowie zu Ihrer Gesundheit auswählen.
    • Eine erfolgreiche Anmeldung wird Ihnen per E-Mail be­stätigt. Termine werden Ihnen automatisch angeboten, wenn Sie an der Reihe sind.

Aktuell können bis zu 5 Personen mit einer E-Mail-Adres­se angemeldet werden. Bitte unterstützen Sie daher Men­schen, von denen Sie wissen, dass diese sich nicht selbst über das Internet anmelden können.

  • Telefonisch: Sollte Ihnen eine Online-Anmeldung nicht möglich sein, können Sie sich auch telefonisch anmelden unter der Telefonnummer 116 117 (Montag bis Samstag jeweils von 9 bis 13 Uhr).

Wann kann ich geimpft werden?

Wann Sie an der Reihe sind, wird durch die Corona-Impf­verordnung von der Bundesregierung verbindlich festgelegt:

https://www.bundesgesundheitsministerium.de/fileadmin/Dateien/3_Downloads/C/Coronavirus/Verordnungen/CoronaImpfV_BAnz_AT_01.04.2021_V1.pdf

Für die Einstufung sind generell das Alter, berufliche Anste­ckungsgefahr, besondere Kontaktsituationen und gesundheitliche Risikofaktoren wie Blut­hochdruck, Asthma, Krebs, Diabetes, Demenz oder geistige Behinderung entscheidend. Um neue Impfstoffe oder zukünftige Lockerungen zu berücksich­tigen, wird die Impfreihenfolge immer wieder angepasst. Die Bayerische Impfkommission prüft, ob Bürger mit seltenen Er­krankungen die Corona-Schutzimpfung abweichend von der eigentlichen Priorisierungsreihenfolge bekommen können.

Ein genauer Zeitraum für die eigene Impfung lässt sich aus der Corona-Impfverordnung leider nicht ausrechnen. Dieser hängt stark davon ab, in welchen Mengen die Impfstoffe dem Landkreis Dachau zugeteilt werden. Sobald eine Lieferung angekündigt ist, werden neue Termine freigeschaltet beziehungsweise vom Hausarzt vergeben. In beiden Fällen werden die Termine gemäß der Corona-Impfverordnung zugeteilt. Das Gesundheitsamt und die Impfzentren haben darauf keinerlei Einfluss.

Ich habe Vorerkrankungen, wann werde ich geimpft?

Die Reihenfolge der Impfberechtigungen ist in der Coronaimpfverordnung des Bundes verbindlich geregelt und keine bayerische oder lokale Festlegung: https://www.bundesgesundheitsministerium.de/fileadmin/Dateien/3_Downloads/C/Coronavirus/Verordnungen/CoronaImpfV_BAnz_AT_01.04.2021_V1.pdf

Bitte wählen Sie bei der Registrierung ihre Vorerkrankung aus. Lassen Sie sich vor dem Impftermin dafür eine Bestätigung / Attest von Ihrem Arzt ausstellen.

Wir bitten Sie um Verständnis, dass wir uns – gerade solange nicht ausreichend Impfstoff zur Verfügung steht – streng an die gültigen Vorgaben halten (müssen).

Ich pflege einen Angehörigen, wann werde ich geimpft?

Die Reihenfolge der Impfberechtigungen ist in der Coronaimpfverordnung des Bundes verbindlich geregelt und keine bayerische oder lokale Festlegung: https://www.bundesgesundheitsministerium.de/fileadmin/Dateien/3_Downloads/C/Coronavirus/Verordnungen/CoronaImpfV_BAnz_AT_01.04.2021_V1.pdf

Bitte wählen Sie bei der Registrierung aus, dass Sie einen Angehörigen pflegen. Lassen Sie sich vor dem Impftermin dafür eine formlose Bestätigung von Ihrem Angehörigen geben.

Wir bitten Sie um Verständnis, dass wir uns – gerade solange nicht ausreichend Impfstoff zur Verfügung steht – streng an die gültigen Vorgaben halten (müssen).

Wie erfahre ich, dass ich einen Impftermin bekomme?

Nach der Anmeldung müssen Sie nichts weiter tun, als zu warten. Haben Sie sich online angemeldet, so werden Sie per E-Mail oder SMS informiert. Sie können sich dann auf dem Impfportal einen Termin heraussuchen. Leider gab und gibt es hier aber immer wieder Doppelanmeldungen, so dass es auch mehrere Tage dauern kann, bis man tatsächlich einen freien Termin findet. Haben Sie sich telefonisch angemel­det, so werden Sie angerufen. Mit dem ersten Termin wird Ihnen automatisch auch gleich ein Termin für die notwendi­ge zweite Impfung zugeteilt. Beim Serum von Johnson & Johnson reicht die einmalige Impfung.

Die Impfzentren werden Sie nie telefo­nisch oder per E-Mail auffordern, ihre Kontodaten herauszu­geben oder Geld zu überweisen. Das Impfangebot ist kosten­los und es kann auch kein Impfstoff gekauft werden. Wenn sich deshalb jemand bei Ihnen meldet, gehen Sie nicht darauf ein und wenden Sie sich an die Polizei.

Was ist der Unterschied zwischen den Impfstoffen?

Alle enthalten einen „Bauplan“, der unseren Körper dazu bringt, ein wichtiges Eiweiß der Coronavirus-Oberfläche herzustellen. Dieses ist körperfremd und löst deshalb eine Produktion von Antikörpern aus. Dringt zu einem späteren Zeitpunkt ein echtes Coronavirus in den Körper ein, „erinnert“ sich das Immun­system an den früheren Kontakt und zerstört das Virus, bevor es sich ver­mehren kann. Die Impfstoffe unterscheiden sich in der Art, womit der Bauplan in unseren Körper kommt:

Die Impfstoffe von BioNTech/Pfizer und Moderna nutzen dafür eine messenger-RNA (mRNA). Dieser Bote ist ein Datenstrang, der in den Körperzellen das Oberflächeneiweiß produ­ziert. Dadurch wird die Erb­substanz, insbesondere Ei­zellen und Spermien, nicht verändert, denn die verwen­dete mRNA wird von En­zymen im Körper in 3 bis 4 Tagen wieder abgebaut.

Die Impfstoffe von Astra­Zeneca und Johnson & Johnson sind vektorbasiert. Das bedeu­tet, ein harmloser, nicht ver­mehrungsfähiger Virus wird als Träger benutzt. Auf ihm befindet sich der „Bauplan“ für einen Teil des Coronavirus. Im Körper wird damit das Oberflächeneiweiß des Coronavirus produziert und so eine Immunreaktion ausgelöst. Die Methode ist eine schon länger verwendete Möglichkeit, Impfstoffe herzustellen.

Nach aktuellem Stand sind die mRNA-basierten Impfstoffe etwas besser geeignet, Infektionen zu verhindern. So schüt­zen BioNTech/Pfizer und Moderna zu 95 % davor, AstraZe­neca zu 70 % und Johnson & Johnson zu 67 %. Damit schützen alle zum Teil sogar deutlich besser als seit langem eingesetzte Impf­stoffe für andere Krankheiten. So bietet die Grippeimpfung zu circa 70 % Schutz vor einer Infektion, die vollständige Keuchhustenimpfung zu 60 %, aber auch das ist absolut aus­reichend. Weiterer Vorteil der Impfung: Selbst wenn man erkrankt, werden nur leichte Symptome auftreten. Nach vollständiger Impfung wurden bislang gar keine lebensbe­drohlichen Verläufe mehr beobachtet.

Warum konnten die Impfstoffe so schnell entwickelt werden?

Es ist schon eine enorme Forscherleistung, dass ein Jahr nach Beginn der Pandemie vier Impfstoffe in der Europäi­schen Union zugelassen sind. Dabei wurden auch alle Sicher­heitsvorgaben eingehalten: Alle drei Phasen der klinischen Studien wurden durchgeführt, die für eine Zulassung nö­tig sind. Die Europäische Arzneimittel-Agentur prüfte die Studiendaten nach den gleichen strengen Kriterien wie bei jedem anderen Medikament. Der Impfstoff kann so schnell eingesetzt werden, weil zum Beispiel die Hersteller auf eige­nes Risiko mit der Produktion begonnen haben, während die Zulassungsprüfungen noch nicht abgeschlossen waren.

Womit werde ich geimpft?

Entsprechend der Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) werden die Impfstoffe automatisch zugeteilt. In Bayern ist die Priorisierung aufgehoben, der Impfstoff kann auch Personen unter 60 Jahren angeboten werden.

Wie komme ich zum Impfzentrum?

Für die Anfahrt ist grundsätzlich jeder selbst verantwortlich. Wenn Sie aber nicht selbst mit dem Bus oder Auto zum zuständigen Impfzentrum fahren können und auch niemanden ha-ben, der Sie unterstützen kann, dann lassen Sie sich das vor dem ersten Impftermin von Ihrem Hausarzt bescheinigen (§ 60 SGB V). Die Kosten für die Taxifahrten zum zuständigen Impfzentrum werden Ihnen dann von der Krankenkasse ersetzt.

Was ist mit bettlägerigen Menschen?

Menschen, die Ihr Zuhause nicht mehr verlassen können, können Zuhause geimpft werden. Sollten Sie dies für sich oder einen Verwandten wünschen, so wenden Sie sich nach der Registrierung an den Hausarzt.

Muss ich vor dem Termin etwas beachten?

Bitte kommen Sie nur zur Impfung, wenn Sie sich an dem Tag auch gesund fühlen. Sie können Ihren Termin auch kurzfristig absagen und erhalten zeitnah einen neuen.

Die Termine in den Impfzentren sind so gelegt, dass grö­ßere Menschenansammlungen vermieden werden. Es ist völlig ausreichend, wenn Sie pünktlich da sind. Eine kleine Verspätung ist auch kein Problem, da an jedem Tag nur so viele Menschen zum Impfen eingeladen werden, wie Impf­stoff verfügbar ist.

Was muss ich zur Impfung mitbringen?

Zur Impfung müssen Sie Ihren Personalausweis mitbringen und Ihren Impfpass, wenn Sie einen besitzen. Für jede zusätzliche Angabe, die Sie bei der Registrierung ausgewählt haben (bestimmte Krankheiten oder Berufsgruppe), neh¬men Sie unbedingt Belege (z.B. Attest, Arbeitgeberbeschei¬nigung) mit. Ohne diese können Sie leider nicht geimpft werden. Denken Sie auch, sofern benötigt, an Ihre Lesebrille und Ihr Hörgerät.

Wie läuft die Impfung im Impfzentrum ab?

Zum Termin können Sie sich von einer Person begleiten las­sen, wenn Sie Hilfe brauchen. Planen Sie für die Impfung insgesamt etwa eine Stunde ein:

  • Zu Beginn gleicht das Verwaltungspersonal Ihre Daten mit dem Ausweis und den weiteren Belegen ab.
  • Dann haben Sie Zeit, sich schriftliche Informationen zur Impfung sorgfältig durchzulesen.
  • Mit einem Arzt können Sie anschließend Ihre Vorer­krankungen besprechen und Fragen zur Impfung stellen.
  • Wenn Sie das Aufklärungsmerkblatt und den Einwilli­gungsbogen unterschrieben haben, werden Sie von ge­schultem Fachpersonal geimpft. Die Impfung wird in Ihren Impfpass eingetragen, zusätzlich erhalten Sie eine schriftliche Bestätigung.
  • In einem separaten Wartebereich werden Sie zur Sicher­heit noch kurz medizinisch beobachtet. Und dann kön­nen Sie auch schon die Heimfahrt antreten.

Bei manchen Impfstoffen haben Sie den vollen Schutz erst nach der zweiten Impfung. Darum vergessen Sie hier bitte den Folgetermin nicht. Diesen erhalten Sie bei der ersten Impfung.

Welche Impfreaktionen sind möglich?

Wie nach jeder Impfung, können auch nach der Co­vid19-Impfung spürbare Impfreaktionen (Fieber, Ab­geschlagenheit, leichte Gliederschmerzen) auftreten. 99,9 % davon zeigen sich innerhalb der ersten Woche, dann ist der Impfstoff ab­gebaut. Wenn Sie bei sich ungewöhnliche oder länger andauernde Impfreaktio­nen oder Nebenwirkungen beobachten, informieren Sie bitte das Impfzentrum oder Ihren Hausarzt darüber.

Die allermeisten Geimpften haben höchstens Schmer­zen an der Einstichstelle, ganz unabhängig vom Impf­stoff. Bei den Mitteln von BioNTech/Pfizer und Mo­derna folgen Abgeschlagen­heit und Kopfschmerzen. Diese Impfreaktionen sind am häufigsten bei jungen Menschen nach der zweiten Impfung zu beobachten. Abgeschlagenheit, Kopf­schmerzen und ein allgemeines Krankheitsgefühl treten zu­meist nach der ersten Dosis von AstraZeneca und Johnson & Johnson auf.

Im Gegensatz zu den Nebenwirkungen sieht Versor­gungsarzt Dr. Günzel die bekannten Impfreaktionen posi­tiv: „Sie sind ein Zeichen, dass die Impfung wirkt. Die Ab­wehrkräfte gehen gegen den Eindringling vor und werden ihn auch beim nächsten Kontakt erkennen. Freilich sind ein paar Tage, an denen wir uns nicht gut fühlen, anstren­gend. Sie ersparen uns aber die Krankheit oder zumindest einen lebensbedrohlichen Verlauf oder sogar den Tod.“

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