Landkreis Dachau begrüßt seine Neubürgerinnen und Neubürger

Nach längerer Pause wieder Einbürgerungsempfang im Landkreis Dachau – mehr als 200 Gäste feiern im Gymnasium Karlsfeld

Ein besonderer Moment im Leben vieler Menschen: Nach längerer Pause fand wieder ein Einbürgerungsempfang des Landkreises Dachau statt. Eingeladen waren Bürgerinnen und Bürger, die in diesem Jahr die deutsche Staatsangehörigkeit angenommen haben. Mehr als 200 Gäste folgten der Einladung und feierten in den Räumlichkeiten des Gymnasiums Karlsfeld diesen bedeutenden Schritt.

Stellvertretende Landrat Helmut Zech würdigte den Anlass und betonte die Bedeutung des Empfangs. Nach mehreren Jahren Unterbrechung – unter anderem aufgrund der Corona-Pandemie und notwendiger Einsparungen – sei es wichtig gewesen, diese Tradition wieder aufleben zu lassen. Der Einbürgerungsempfang solle künftig unbedingt wieder regelmäßig stattfinden.

„Allein im Jahr 2026 wurden im Landkreis Dachau bereits mehr als 500 Menschen eingebürgert. Sie alle verdienen einen würdigen Rahmen für diesen bedeutenden Schritt. Mit der deutschen Staatsangehörigkeit sind wichtige Rechte und die Sicherheit verbunden, unter dem Schutz des deutschen Staates zu stehen. Damit gehen aber auch Pflichten einher. Dazu gehört, dass Recht und Gesetz in unserem Land eingehalten werden. Die Einbürgerung ist ein wichtiger Schritt der Zugehörigkeit und zugleich ein Bekenntnis zu unserer gemeinsamen Gesellschaft“, betonte Zech.

Diane Pohl, Sprecherin des Integrations- und Migrationsbeirats, ermutigte die neuen Staatsbürgerinnen und Staatsbürger, sich aktiv in die Gesellschaft einzubringen: „Seien Sie mutig, verstecken Sie sich nicht und seien Sie ein Teil dieser Gesellschaft.“ Pohl weiß aus eigener Erfahrung, wovon sie spricht: Sie selbst wurde vor sieben Jahren im Landkreis Dachau eingebürgert.
„Sie bringen viel in unsere Gesellschaft ein und müssen dafür nichts aufgeben. Seien Sie stolz auf Ihre Herkunft und bringen Sie Ihre Erfahrungen in den Landkreis ein“, appellierte sie an die Gäste. Vielfalt und unterschiedliche Lebenserfahrungen seien eine Bereicherung für das gesellschaftliche Zusammenleben.

Auch Karl Straub, Mitglied des Bayerischen Landtags und Integrationsbeauftragter der Bayerischen Staatsregierung, hieß die Neubürgerinnen und Neubürger herzlich willkommen. Er würdigte die Einbürgerung als einen Schritt, der weit über einen Eintrag oder ein Dokument hinausgehe: Sie mache die Zugehörigkeit sichtbar und sei ein wichtiger Meilenstein im Leben der Menschen. Zugleich unterstrich Straub, dass die anwesenden Neubürgerinnen und Neubürger zeigten, dass Integration gelingen könne und alle ihren Beitrag zum gesellschaftlichen Zusammenleben leisteten.

Einen feierlichen Abschluss fand der offizielle Teil des Abends mit musikalischer Begleitung und dem gemeinsamen Singen der Bayernhymne sowie der deutschen Nationalhymne. Beim anschließenden Stehempfang nutzten die Gäste die Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen und neue Kontakte zu knüpfen.