„Die Erinnerung soll keine Last sein. Sie soll zu einem Licht werden, das uns durch die Dunkelheit führt.“
Die Landräte der Partnerlandkreise Stefan Löwl und Andrzej Skrzypiński sowie die stv. Landrätinnen Marese Hoffmann und Teresa Jankowska nahmen an den Feierlichkeiten zum 81. Jahrestag der Befreiung des deutschen Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau teil.
Die Gedenkfeier wurde im Gebäude der "Sauna" (Zentralsauna) in Birkenau abgehalten, das in der Nähe der Ruinen der Gaskammern und Krematorien liegt. An der Veranstaltung nahmen die Überlebenden von Auschwitz, offizielle Vertreter der polnischen Institutionen, Diplomaten und Gäste teil.
Die Veranstalter entschieden, dass im Mittelpunkt der Gedenkfeier die Stimmen der Überlebenden stehen sollten – sowohl der anwesenden als auch derjenigen, deren Zeugnisse zuvor aufgezeichnet wurden. Es wurde auf politische Reden verzichtet.
In seiner Rede sprach der Direktor der Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau, Dr. Piotr Cywiński, über die Bedeutung von Erfahrung und Erinnerung in Zeiten wachsender Unsicherheit und globaler Krisen. Er betonte, dass Erinnerung keine Last sei, sondern eine Quelle der Stärke, Orientierung und verantwortungsvoller Entscheidungen – sowohl für den Einzelnen als auch für die Gesellschaft.
Die Gedenkveranstaltung endete mit Gebeten von Vertretern verschiedener Glaubensrichtungen und dem Niederlegen symbolischer Kerzen an wichtigen Orten auf dem Gelände des ehemaligen Lagers.
Der 27. Januar wird weltweit als Internationaler Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust begangen.