„Spaß ohne Punkt und Koma“ – Interaktive Ausstellung zur Alkoholprävention am Josef-Effner-Gymnasium

Das Gesundheitsamt des Landkreises Dachau macht derzeit mit dem Präventionsprojekt „Spaß ohne Punkt und Koma“ Station am Josef-Effner-Gymnasium (JEG) in Dachau. Nach dem Gymnasium Markt Indersdorf ist das JEG bereits die zweite Schule im Landkreis, an der die interaktive Ausstellung zur Alkoholprävention durchgeführt wird.

Das Projekt richtet sich vor allem an Jugendliche der Jahrgangsstufen 7 bis 10 und wird vom Bayerischen Zentrum für Prävention und Gesundheitsförderung (ZPG) bereitgestellt. Über insgesamt zehn Vormittage hinweg können sich die Schülerinnen und Schüler mit verschiedenen Aspekten rund um das Thema Alkoholkonsum auseinandersetzen.

Begleitet von drei Mitarbeiterinnen des Gesundheitsamtes durchlaufen die Jugendlichen die Ausstellung in Kleingruppen. Dabei seht nicht nur das Lesen von Informationen im Vordergrund. An Schautafeln, Bildschirmen und Magnetwänden konnten die Schülerinnen und Schüler selbst aktiv werden, Fragen diskutieren und ihr Wissen testen. Grafiken und interaktive Elemente laden dazu ein, sich mit Risiken, Wirkungen und gesellschaftlichen Aspekten von Alkoholkonsum auseinanderzusetzen.

Besonders eindrucksvoll waren für viele die sogenannten Rauschbrillen. Diese simulieren durch eingeschränktes Sichtfeld und verzögerte Reaktionen die Auswirkungen von Alkoholkonsum. Aufgaben wie einem geraden Strich auf dem Boden zu folgen, einen Tennisball zu fangen oder den eigenen Namen zu schreiben wurden damit schnell zur Herausforderung. Die Jugendlichen erlebten so unmittelbar, wie stark Alkohol Wahrnehmung und Koordination beeinflussen kann. Entsprechend kurzweilig und informativ empfanden viele Teilnehmende die rund 90-minütige Ausstellung.

Auch Landrat Stefan Löwl verschaffte sich gemeinsam mit Schulleiter Mareis vor Ort einen Eindruck von der Ausstellung. „Es ist das eine, dass wir Angebote schaffen und Programme zur Suchtprävention bereitstellen“, so Löwl. „Ebenso wichtig ist es, dass Schulen diese Angebote aufgreifen und aktiv nutzen. Nur gemeinsam können wir Jugendliche frühzeitig erreichen.“

Schulleiter Peter Mareis begrüßt das Angebot ausdrücklich: „Als Schule sind wir uns der Verantwortung bewusst, die wir gemeinsam mit Eltern und Gesellschaft tragen, um unsere Kinder frühzeitig für gesundheitliche und soziale Risiken des Alkoholkonsums zu sensibilisieren. Wir sind dem Gesundheitsamt Dachau sehr dankbar, dass es uns mit dieser Ausstellung bei dieser wichtigen Aufgabe unterstützt.“

Das Thema ist weiterhin hochaktuell: Alkohol gehört in Deutschland für viele Jugendliche zum Alltag. Studien zeigen, dass ein großer Teil der 16- bis 17-Jährigen bereits Erfahrungen mit Alkohol gemacht hat. Gerade in jungen Jahren kann Alkoholkonsum jedoch erhebliche körperliche, psychische und soziale Folgen haben. Neben der Vermittlung von Wissen über Risiken setzt die Ausstellung deshalb bewusst auf Austausch und Reflexion. Die Jugendlichen werden ermutigt, ihre eigenen Einstellungen und Erfahrungen zu hinterfragen. Ziel ist es, persönliche Kompetenzen zu stärken, einen möglichst späten Einstieg in den Alkoholkonsum zu fördern und einen verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol zu unterstützen.
Betroffenen können im Landkreis Dachau auf ein Netzwerk regionaler Beratungsstellen zugreifen. Weitere Informationen unter https://www.landratsamt-dachau.de/gesundheitsamt