Mehr als ein Zertifikat: Gymnasium Karlsfeld setzt Zeichen für Frieden, Vielfalt und Demokratie

Gymnasium Karlsfeld wird 35. Station des „Global Peace Path“ – Schülerinnen und Schüler zeigen, wie Sprache, Vielfalt und Engagement zu gelebter Demokratie beitragen

Was verbindet Menschen über Ländergrenzen hinweg? Wie kann aus Vielfalt Gemeinschaft entstehen? Und welchen Beitrag können junge Menschen für ein friedliches Miteinander leisten? Mit diesen Fragen haben sich die Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Karlsfeld im Rahmen einer Projektwoche rund um den „European Day of Languages“ beschäftigt. Bei einer abschließenden Veranstaltung präsentierten sie die Ergebnisse ihrer Arbeit – und setzten damit zugleich ein sichtbares Zeichen: Das Gymnasium Karlsfeld ist die 35. Station des „Global Peace Path“.

Der „Global Peace Path“ ist eine weltweite Initiative für Frieden, Toleranz und Völkerverständigung, die an der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) von Dr. Petra Rauschert initiiert wurde. Das Gymnasium Karlsfeld ist damit Teil eines internationalen Netzwerks, das sich für ein friedliches und respektvolles Miteinander einsetzt.

Im Mittelpunkt der Projektwoche standen Europa, die Vielfalt der Sprachen und die Frage, was Menschen trotz unterschiedlicher Herkunft und kultureller Prägung miteinander verbindet. Die Schülerinnen und Schüler setzten sich in verschiedenen Projekten mit Europa und der Bedeutung von Sprache auseinander und präsentierten ihre Ergebnisse mit kreativen Beiträgen und gestalteten Plakaten.
Dabei wurde deutlich: Sprache ist häufig der erste Schritt zur Begegnung. Sie schafft Verständnis, ermöglicht Austausch und hilft dabei, Gemeinsamkeiten zu entdecken. So wird aus Sprache ein wichtiger Baustein für Toleranz, Frieden und ein respektvolles Miteinander.

Auch Dr. Petra Rauschert, Initiatorin des Global Peace Path und Vertreterin des Lehrstuhls für Englische Didaktik an der LMU München, war bei der Veranstaltung dabei. Sie zeigte sich bewegt vom Engagement der Schülerinnen und Schüler und davon, mit wie viel Eigeninitiative sich die junge Schulgemeinschaft mit den Themen Frieden, Vielfalt und Völkerverständigung auseinandersetzt.
Besonders sichtbar wird die neue Verbindung zum Global Peace Path durch ein eigenes Schulsymbol: den Origami-Kranich, der bereits seit dem ersten Schuljahr das Gymnasium begleitet. Er steht für Frieden, Hoffnung und Zusammenhalt.

Für die Aufnahme in den Global Peace Path wurde der Kranich nun mit dem Zeichen des Netzwerks verbunden und in der Schule angebracht. Das aus blauen und grünen Linien bestehende Symbol steht für die Verbindung von Erde und Welt beziehungsweise Himmel sowie für das Zusammenwirken verschiedener Elemente zu einer tragfähigen Gemeinschaft.

Für die Schülerinnen und Schüler war die offizielle Aufnahme ihrer Schule in den Global Peace Path ein besonderer Moment. Sie können nun unmittelbar sehen, dass ihre gemeinsame Arbeit etwas bewirkt. Gerade für eine Schule, die erst ihr erstes Schuljahr abgeschlossen hat, ist die Aufnahme in ein weltweites Netzwerk ein besonderer Erfolg.

„Für uns ist das Zertifikat weit mehr als ein Zeichen an der Wand. Frieden, Respekt und ein wertschätzender Umgang sollen im täglichen Miteinander gelebt werden. Wir verstehen unterschiedliche Erfahrungen, Sprachen und kulturelle Hintergründe als Bereicherung. Verständigung, gegenseitiger Respekt und die Bereitschaft, aufeinander zuzugehen, bilden dabei wichtige Grundlagen“, erklärt Schulleiter Tobias Berlinger.

Auch Landrat Stefan Löwl sieht in der Entwicklung des Gymnasiums ein wichtiges Signal: „Es ist beeindruckend, wie das Gymnasium Karlsfeld bereits im ersten Jahr seines Bestehens ein so klares und lebendiges Profil entwickelt hat. Das Zertifikat des Global Peace Path ist dabei ein sichtbares Zeichen für eine Schulgemeinschaft, die sich mit wichtigen Fragen des gesellschaftlichen Zusammenlebens auseinandersetzt und Werte wie Respekt, Vielfalt und Frieden im Schulalltag verankert.“

Manuel Liebig vom Kreisjugendring unterstreicht, dass die Wirkung solcher Projekte über die Schule hinausreichen kann: „Ein Schulprojekt wirkt erst einmal in der Schule. Aber ihr zeigt, wie ihr euer Wissen an andere weitergebt – zunächst außerhalb des Klassenverbandes und dann auch in die Gesellschaft.“

Mit der Aufnahme in den Global Peace Path ist das Projekt am Gymnasiums Karlsfeld nicht abgeschlossen. Im Gegenteil: Die Schule möchte nun Kontakt zu anderen Stationen des Netzwerks aufnehmen und sich mit ihnen austauschen.