Deutsch-Polnische Kulturtage begeistern das Publikum

Ein voller Erfolg waren die diesjährigen Deutsch-Polnischen Kulturtage im Landkreis Dachau. Vom 15. bis 18. Oktober stand die Begegnung mit der polnischen Kultur im Mittelpunkt – mit Kunst, Theater, Musik, Literatur, Kulinarik und Kabarett. 

Die Resonanz war groß: Sämtliche Veranstaltungen waren hervorragend besucht. Das begeisterte Publikum nahm dafür auch weite Anreisen in Kauf – unter anderem aus München, Nürnberg, Landshut und Regensburg.

Das abwechslungsreiche Programm bot zahlreiche Möglichkeiten, Polen aus unterschiedlichen kulturellen Perspektiven kennenzulernen. Den Auftakt bildete die Ausstellung „Zwei halbe Leben“ mit Werken der Künstler Heiko Klohn aus Dachau und Paweł Warchoł aus Oświęcim. Ihre langjährige künstlerische Zusammenarbeit steht beispielhaft für die freundschaftlichen Verbindungen zwischen den beiden Landkreisen. Ein Höhepunkt der Vernissage war die Verleihung der Landkreisverdienstmedaille in Bronze an Paweł Warchoł durch Landrat Stefan Löwl.

Auch die weiteren Programmpunkte stießen auf große Resonanz. Das Theaterstück „Republik der Träume“ nach Bruno Schulz entführte das Publikum in die fantastische Welt der polnischen Literatur. Beim Kochkurs „Mission Pierogi“ konnten die Teilnehmenden die polnische Küche selbst entdecken und gemeinsam traditionelle Teigtaschen zubereiten. Das Konzert des polnischen Trios m.o.l.o. begeisterte mit einer mitreißenden Mischung aus Ethno, Jazz, Klezmer- und Weltmusik. Bei der Kinderlesung „Dackel Dackel in Warschau“ mit dem Schriftsteller Matthias Kneip wurde zugehört, gelacht und viel gebastelt. So wurde Polen auch für die jüngsten Besucherinnen und Besucher auf unterhaltsame Weise erlebbar.

Den krönenden Abschluss der Kulturtage bildete am Sonntagabend der Auftritt des Kabarettisten Steffen Möller in der Realschule Markt Indersdorf. Mit seinem Programm „Präsident von Polschland“ nahm er die kulturellen Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen Deutschland und Polen humorvoll aufs Korn. In seinem fiktiven Staat vereint Möller das Beste beider Länder und bezog das Publikum in die Entscheidungen über die Regeln des neuen Landes ein. Das Publikum erlebte einen ebenso unterhaltsamen wie pointierten Abend, der die Kulturtage auf besonders stimmungsvolle Weise abrundete.

„Die große Nachfrage und die positive Resonanz zeigen, wie sehr kulturelle Begegnungen Menschen zusammenbringen können. Die Deutsch-Polnischen Kulturtage sind inzwischen ein fester Bestandteil des kulturellen Lebens im Landkreis Dachau. Sie laden dazu ein, das Nachbarland neu zu entdecken, Vorurteile abzubauen und Gemeinsamkeiten zu erleben.“ fasst Landrat Stefan Löwl zusammen.

Dr. Bernadetta Czech-Sailer, Koordinatorin der Landkreispartnerschaft, betont die Bedeutung des Engagements vor Ort: „Ohne die vielen lokalen Kooperationspartnerinnen und -partner im Landkreis Dachau wäre dieses vielfältige Programm nicht möglich gewesen. Mein herzlicher Dank gilt allen Beteiligten für ihre großartige Unterstützung.“

Die Veranstaltungsreihe ist eng mit der langjährigen Partnerschaft zwischen dem Landkreis Dachau und dem polnischen Landkreis Oświęcim verbunden. Seit der Begründung der Partnerschaft im Jahr 2015 stehen gegenseitiges Verständnis, Erinnerung, Freundschaft und ein friedliches Zusammenleben in Europa im Mittelpunkt der Zusammenarbeit. Die Kulturtage machen diese Verbindung auf lebendige Weise sichtbar und schaffen Raum für Begegnungen, die weit über die einzelnen Veranstaltungen hinauswirken.