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Aktuelle Entwicklung der Corona-Pandemie im Landkreis Dachau - 05.11.2020

05.11.2020 + Hohe Auslastung am Testzentrum in Indersdorf; ab Montag (9.11.2020) neue Öffnungszeiten + Corona-Ausbruch in Karlsfelder Pflegeheim; zahlreiche Infizierte, mehrere Bewohner in Kliniken, leider bereits zwei Todesfälle + Informationen zum gestrigen Schulgipfel und Schulstart + Inzidenz steigt auf 225,95

Corona

Aufgrund der hohen und aktuell weiter steigenden Fallzahlen im Landkreis, kommt es auch im Testzentrum in Markt Indersdorf immer wieder zu längeren Rückstaus und zweitweisen Überlastungen. Um das erhöhte Aufkommen dort besser abwickeln zu können, gelten – neben einer Erhöhung der Testabnahmekapazität vor Ort – ab kommenden Montag, den 09.11.2020 folgende neue Öffnungszeiten:

  • Montag-Freitag:                          14:00 – 18:00 Uhr
  • Samstag, Sonntag, Feiertag:         9:00 – 18:00 Uhr

Das Landratsamt bittet um Verständnis, dass Personen, welche nach 18:00 Uhr zum Testzentrum kommen, nicht mehr getestet werden können.
Bei rechtzeitig vor 18:00 Uhr erschienen Personen wird der Abstrich selbstverständlich noch abgenommen.

Neben dem Testzentrum in Markt Indersdorf gibt es im Landkreis auch zahlreiche Arztpraxen im Landkreis, welche Testungen auf Corona vornehmen.
Auch diese können selbstverständlich genutzt werden.

Gestern wurde dem Gesundheitsamt ein Ausbruch in einer Senioreneinrichtung in Karlsfeld gemeldet. Gestern und heute wurden insgesamt 13 Mitarbeiter/innen sowie 35 Bewohner/innen positiv auf SARS-CoV-2 getestet. 10 Bewohner/innen mussten zwischenzeitlich bereits in verschiedene Krankenhäuser eingeliefert werden, bei zweien steht das Testergebnis noch aus. Das Gesundheitsamt ist seit gestern Nachmittag gemeinsam mit der Heimleitung intensiv damit beschäftigt, alle erforderlichen Maßnahmen einzuleiten, insbesondere die bisher nicht betroffenen Bereiche zu isolieren. Zwei der gestern ins Krankenhaus eingelieferten Bewohner/innen sind leider bereits verstorben. Landrat Stefan Löwl spricht den Familienangehörigen seine aufrichtige Anteilnahme aus und ist erschüttert, wie schnell und mit welchen Folgen ein Ausbruch in einer gefährdeten Einrichtung verläuft.
„Dieses Ereignis zeigt uns deutlich, dass die Gefahr nach wie vor hoch ist und wir alles tun müssen, um die vulnerablen Personengruppen zu schützen. Hierzu zählt auch, dass die Infektionen in der Gesamtbevölkerung nicht weiter ansteigen dürfen und sich alle an die vorgeschriebenen Regeln und Beschränkungen halten.“

Das Thema Schulunterricht wird – wie aktuell in der Presseberichterstattung zum sog. „bayerischen Schulgipfel“ ja auch bayernweit kommuniziert – am kommenden Wochenende anhand des lokalen Infektionsgeschehens sowie unter Beachtung der fachlichen Vorgaben/Empfehlungen und rechtlichen Rahmenbedingungen entschieden und natürlich fortlaufend evaluiert bzw. ggf. auch angepasst.
Glücklicherweise greifen die Hygienevorschriften an den Schulen. Seit Verhängung der Maskenpflicht am Platz konnte keine Infektion innerhalb einer Schule mehr nachweisen werden, in den Wochen davor gab es mehrere entsprechende Infektionsnachweise. Aufgrund von Rückmeldung aus den Schulen - und auch durch einzelne Vorort-Begehungen von Gesundheitsamt und Schulamt bestätigt – kann festgestellt werden, dass die Regelungen an den Schulen und auch im Schülerverkehr umfassend, diszipliniert und konsequent eingehalten werden. Problematisch sind/waren die außerschulischen Kontakte in der Freizeit. Daher meinen die Experten, dass ein Festhalten am Präsenzunterricht aktuell sowohl medizinisch vertretbar als auch pädagogisch richtig und wichtig ist. Klassen- bzw. schulbezogene Maßnahmen erscheinen zur Zeit ausreichend, sollte es in Einzelfällen zu Infektionen an Schulen kommen, insb. wenn die Infektion von den jeweiligen Schülern „mit in die Schule“ gebracht wurde und keine nachgewiesenen Infektionen „innerhalb der Schule“ vorliegen. Dies bedeutet aber natürlich, dass weiterhin alle Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen gelten und auch umgesetzt bzw. beachtet werden müssen. Hierzu zählt auch, dass die – nun in generell in § 18 Abs. 2 Abs. der (neuen) 8. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung – geregelte Maskenpflicht an allen Schulen, für alle Klassen und weiterhin auch am Platz gilt.
Landrat Stefan Löwl bittet um Vertrauen in und Verständnis für die Entscheidungen, welche aufgrund der übergeordneten Empfehlungen und nach Einbindung zahlreicher fachlicher Experten hier vor Ort getroffen werden.

Am heutigen Donnerstag (Stand 05.11.2020, 16:30 Uhr) wurden dem Gesundheitsamt 56 Neuinfektionen im Landkreis gemeldet. Insgesamt sind es somit 2.005 Indexfälle, 1.614 davon gelten bereits als genesen, 349 Personen gelten aktuell als infiziert. Zudem befinden sich derzeit 1.140 Personen in häuslicher Quarantäne. Der 7-Tage-Inzidenzwert beträgt nach Berechnungen des Gesundheitsamts 225,95. In Zusammenhang mit Corona sind leider insgesamt 42 Personen verstorben.

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