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Katastrophenschutz

Bei Katastrophen oder Sicherheitseinsätzen nahe der Katastrophenschwelle (z.B. Gefahrgutunfälle, Unfälle oder Brände bei bestimmten Objekten, Hochwasser etc.) wird das Landratsamt als Katastrophenschutzbehörde (FüGK) alarmiert, um zu entscheiden, ob eine Koordinierung der Einsatzkräfte durch eine einheitliche Leitung erforderlich ist. Die FüGK bedient sich in diesem Fall zur Einsatzleitung vor Ort eines vorbestellten Örtlichen Einsatzleiters (ÖEL), die im Landkreis Dachau aus den Reihen der Kreisbrandinspektion, des Bayer. Roten Kreuzes und des Technischen Hilfswerks stammen. Die FüGK ist über Meldeempfänger rund um die Uhr einsatzbereit, ebenso die ÖEL.
Neben der Einsatzleitung bei Katastrophen oder Sicherheitseinsätzen hat das Landratsamt die Aufgabe, Einsatzpläne für bestimmte Schadenslagen oder bestimmte Objekte (z.B. Krankenhäuser, Alten- und Pflegeheime) zu erstellen, für die notwendige Ausstattung der Einheiten (Personal und Material) zu sorgen sowie Übungen abzuhalten.

Generelle Verhaltensregeln bei Katastrophen- und Großschadensfällen

  • Bewahren Sie Ruhe! Geraten Sie nicht in Panik!
  • Befolgen Sie die Anordnungen der Sicherheits- und Katastrophenschutzbehörden!
  • Schalten Sie ggf. den Rundfunk ein und achten Sie auf Durchsagen und Meldungen im Radio, Fernsehen oder durch mobile Lautsprecheransagen!
  • Benutzen Sie nur im Notfall die Notrufnummer, um diese nicht für Notfälle und die Einsatzkräfte zu blockieren. Benutzen Sie – sofern eingerichtet – die Bürgertelefone der Katastrophenschutzbehörden! Deren Erreichbarkeit wird nach der Einrichtung über die Medien bekanntgegeben.
  • Informieren Sie ggf. Nachbarn und hilfsbedürftige Personen.

Katastrophenfälle können die unterschiedlichsten Ursachen haben. Schon beim Leck einer Gasleitung, dem Brand eines Nachbarhauses oder sonstigen Notfallsituationen können Räumungen oder Evakuierungen notwendig machen. In solch einem Fall sollte man sein "Notgepäck" schnell zusammenstellen können. Es sollte nur so umfangreich sein, dass man es eine längere Zeit tragen kann, wie beispielsweise ein Rucksack. Mit dem "Notgepäck" überbrückt man die Zeit, bis man wieder in seiner Wohnung sein kann und könnte aus Erste-Hilfe-Material, persönlichen Medikamenten, einem Radio mit Batteriebetrieb, wichtigen persönlichen Dokumenten (wasserdicht verpackt), Verpflegung für zwei Tage, Wasserflaschen, Essgeschirr, einer Taschenlampe, Kleidung, Hygieneartikeln, ggf. einem Schlafsack bestehen. Ausweise, Geld, Wertsachen etc. gehören ebenso ins "Notgepäck" wie eine Regenjacke und ordentliches Schuhwerk. Praktisch ist es zudem, wenn man alle wichtigen Dokumente und Papiere in einer Dokumentenmappe hat und diesem im Falle eines Brandes oder einer Evakuierung mit einem Handgriff mitnehmen kann. Mit einer solchen Mappe beugt man einer schwierigen oder gar unmöglichen Wiederbeschaffung von Dokumenten vor.

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