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Aktuelle Entwicklung der Corona-Pandemie im Landkreis Dachau – 11.01.2022

11.01.2022 + Inzidenz steigt auch im Landkreis Dachau sprunghaft, aktuell liegt diese bei 419,7 – weiterer Anstieg erwartet + 565 Neuinfizierte innerhalb der vergangenen Woche; immer mehr Omikron-Fälle + Erst-, Zweit- und Drittimpfung mit Termin im ganzen Landkreis weiterhin möglich; zahlreiche Impftermine verfügbar – Kinderimpfungen werden gut angenommen + Impfquote im Landkreis Dachau bei über 74,6 % – 72,5% der Bürger:innen mit Vollschutz; Auffrischungsimpfquote bei 48,4% + Aktuell 19 Corona-Patienten im Helios-Amper-Klinikum Dachau, davon 8 Patienten auf Intensivstation – 4 weitere Personen verstorben

Corona-Virus

Am heutigen Dienstag, 11.01.2022 liegt die Inzidenz im Landkreis Dachau bei 419,7 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von 7 Tagen. Wie erwartet steigt die Inzidenz seit einer Woche aufgrund der Verbreitung der neuen Omikron-Virusvariante sprunghaft an. Auch in den nächsten Tagen ist mit einem weiteren deutlichen Anstieg zu rechnen.

Die Inzidenz steigt auch deutschlandweit (387,9) sowie in Bayern (339,5). Bereits jetzt besteht in vielen Fällen ein begründeter Verdacht auf Infektionen der Omikron-Virusvariante. Das Gesundheitsamt geht vom Beginn der 5. Welle aus. Um die aktuelle Lage im Landkreis einzuschätzen und weitere Maßnahmen zu diskutieren und vorzubereiten, tagt am morgigen Mittwoch (12.02.2022) erneut die Koordinierungsgruppe „Pandemie“. Das Treffen der lokalen Expert:innen aus Gesundheitsamt, Kliniken und Pflege- sowie Behinderteneinrichtungen, niedergelassenen Ärzten, Rettungsdienst, Feuerwehr und Polizei, Apotheken, ambulanter Palliativversorgung sowie Fachbereichen des Landratsamtes, Gemeinden, Schulamt und beiden Impfzentren findet wieder digital statt.

In der Woche vom 03.01.2022 bis 09.01.2022 wurden dem Gesundheitsamt Dachau insgesamt 565 Neuinfektionen gemeldet. Das sind im Vergleich zur Vorwoche doppelt so viele Fälle. Die auf die ungeimpften Personen errechnete Inzidenz liegt mit 395 weiterhin deutlich über dem Gesamtwert - bei geimpften Personen ergibt sich eine Inzidenz von 240. In der Gruppe der Kinder und Jugendlichen bis einschließlich 17 Jahren ist die Inzidenz mit 390 ebenfalls höher als der Gesamtwert. Bei den Mitbürger:innen über 60 Jahre liegt die Inzidenz aufgrund einer hohen Impfquote bei 110.Etwa 90% der infizierten Personen sind symptomatisch. Die Zahl der begründete Omikron-Verdachtsfälle nimmt täglich zu, kann aktuell jedoch immer erst mit 1-2 Tagen Verzug gemeldet werden, da die Labore zur Vorabanalyse entsprechende Auswertezeiten haben. Die Altersstruktur der Indexfälle lässt sich folgendermaßen aufschlüsseln:

  • 5 %     0-6 Jahre
  •  6 %     7-12 Jahre
  • 10 %   13-18 Jahre
  • 47 %   19-39 Jahre
  • 25 %   40-59 Jahre
  • 6 %     60-79 Jahre
  • 1 %     80 Jahre und älter

Insgesamt handelt es sich weiterhin um ein diffuses Infektionsgeschehen ohne lokalen Hotspot. Bisher konnte bei 50% der Fälle aus der vergangenen Woche der Expositionsort bereits ermittelt werden. Die Ansteckungen erfolgen nach wie vor hauptsächlich im privaten Umfeld. Ein spezifischer Hotspot ist im Landkreis Dachau nicht erkennbar.

Nach wie vor werden im ganzen Landkreis weitere (private) Teststellen geöffnet bzw. die Kapazitäten erhöht. So werden ab Montag, den 17.01.2022, bei der BRK-Teststation auf der Ludwig-Thoma-Wiese in Dachau neben den Schnelltests auch PCR-Tests angeboten. Das Landratsamt weist darauf hin, dass im Testzentrum in Markt Indersdorf kostenlose Testungen weiterhin nur aufgrund medizinischer Indikation und mit entsprechender Bescheinigung durchgeführt werden. Eine Übersicht über alle Teststellen und wer aktuell Anspruch auf einen kostenfreien PCR-Test hat ist unter www.landratsamt-dachau.de/coronatest zu finden.

Die Impfteams sind im gesamten Landkreis unterwegs. Dort und auch bei den niedergelassenen Ärzten bzw. Praxen können Bürger:innen alle Coronaschutzimpfungen (Erst-, Zweit- sowie Drittimpfungen) erhalten. Landrat Stefan Löwl appelliert weiterhin, die Impfangebote so frühzeitig wie möglich wahrzunehmen. In den kommenden Wochen sind noch zahlreiche Impftermine – sowohl in den Impfzentren, wie auch bei den mobilen Impfteams und auch in den impfenden Arztpraxen - offen. Die Drive-In-Impfstrecke in Karlsfeld steht auch im Januar den Landkreisbürger:innen zu bestimmten Zeiten exklusiv zur Verfügung. Impftermine werden dort unter www.landratsamt-dachau.de/drive-in und ansonsten über BayIMCO (www.impfzentren.bayern) angeboten.

Impftermine für Kinder von 5-11 Jahren werden in dieser Woche speziell im Impfzentrum Dachau angeboten. Am Dienstag 18.01.2022 bietet das BRK im Impfzentrum Dachau außerdem wieder eine spezielle Impfaktion nur für Kinder an. Terminvereinbarung erfolgen auch hier über BayIMCO (www.impfzentren.bayern)  

Auch wenn die Nachfrage an (Auffrischungs-)Impfungen in den letzten Tagen deutlich zurückgegangen ist, organisieren die niedergelassenen Ärzte gemeinsam mit verschiedenen Gemeinden Sonderimpfaktionen. Am kommenden Freitag und Samstag (14./15.01.2022) sind Impfungen für jeden (egal welche Impfung, egal welcher Wohnort) in Hebertshausen möglich; auch Kinderimpfungen werden dort angeboten.

Aufgrund der deutlich geringeren Impfnachfrage wurde die angekündigte Sonderimpfaktion in Petershausen jedoch abgesagt; ob bzw. wann die ebenfalls angekündigten Sonderimpfaktionen in Altomünster, Dachau und Markt Indersdorf durchgeführt werden, ist vom konkreten Bedarf abhängig. Eine Information erfolgt rechtzeitig vor den Terminen.

Bei diesen Sonderimpfaktionen sind grundsätzlich alle Impfungen für Personen ab 12 Jahren (Erst-, Zweit- und Drittimpfung) möglich; ob Kinderimpfungen für 5-11-jährige angeboten werden können, wird individuell festgelegt und bei den jeweiligen Aktionen gesondert bekannt gegeben.

Auch in der vergangenen Woche wurden wieder die Impfungen im Landkreis fortgesetzt. So wurden letzte Woche insgesamt über 5.000 Impfungen im Landkreis durchgeführt; und damit schon 74.994 Auffrischungs- bzw. Drittimpfungen. Das Engagement aller Akteure spiegelt sich insoweit auch in der weiterhin vergleichsweise hohen Drittimpfquote wieder, die aktuell im Landkreis Dachau bei 48,4% liegt. Zum Vergleich sind bayernweit 42,1% und deutschlandweit 43,5% der Bürger:innen geboostert.

Aber auch die Erst- und Zweitimpfungen werden weiterhin nachgefragt. Die Zahl der Erstimpfungen ist in der letzten Woche erneut um ca. 1.000 gestiegen, im Landkreis Dachau auf aktuell 115.613 (Stand: 10.01.2022). Damit erreichen wir im Landkreis Dachau eine Impfquote von 74,6%. Dabei werden auch die nun möglichen Kinderimpfungen mitberücksichtigt. Insgesamt haben im Landkreis Dachau bisher knapp 1.500 Kinder im Alter von 5-11 Jahren eine Coronaschutzimpfung erhalten; dies entspricht eine altersspezifischen Impfquote von über 13%. Die Zweitimpfungen nehmen ebenfalls zu. Insgesamt haben im Landkreis bereits 112.370 Bürger:innen die zweite Impfdosis erhalten, der sog. Vollschutz ist allerdings erst nach 2 Wochen gegeben. Die Zweitimpfquote stieg damit ebenfalls leicht und liegt aktuell bei 72,5% und damit weiterhin deutlich über der Bayern- (70,8 %) bzw. knapp über der Deutschlandquote (72,0 %).

Die Zahl der Corona-Patienten im Helios-Amper-Klinikum Dachau ist leider weiterhin hoch, aber noch stabil. Aktuell werden elf Patienten im Alter von 35 bis 88 Jahren mit einer nachgewiesenen COVID-19-Infektion auf der Normalstation behandelt, fünf haben keinen Impfschutz. Vier Corona-Patienten sind – meist mit dem Impfstoff des Herstellers BioNTech - geimpft, die 2. Impfung liegt jedoch in allen Fällen über 6 Monate zurück. Dies zeigt die Wichtigkeit der sog. Booster- bzw. Drittimpfung. Weitere acht Patienten im Alter von 41 bis 77 Jahren müssen aktuell intensivmedizinisch betreut werden. Zwei dieser Patienten haben einen Impfschutz, der jedoch ebenfalls bereits über sechs Monate alt ist – die anderen sechs Patienten haben keine Coronaschutzimpfung.

Leider sind in der vergangenen Woche vier Personen an den Folgen einer Corona-Erkrankung verstorben. Die Verstorbenen sind alle über 70 Jahre. Landrat Stefan Löwl spricht den Angehörigen sein tiefes Mitgefühl aus. Insgesamt sind nun bisher 180 Bürger:innen mit einer Corona Infektion verstorben.

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