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Den grausamen Tod verhindern – durch das Aufstellen von Rehkitzrettern

17.04.2019 Jährlich sterben mindestens 100.000 Rehkitze in Deutschland einen grausamen Tod. Beim Mähen der Wiesen werden sie von den landwirtschaftlichen Maschinen erfasst und getötet.

Rehkitz in der Wiese

Die getöteten Kitze sind meist unter 14 Tage alt, da sie sich nur während der ersten beiden Lebenswochen im Gras ducken. Längst nicht alle Kitze sind allerdings auf der Stelle tot. Manche werden schwer verletzt und müssen dann vom zuständigen Jäger erlöst werden. Die Verantwortung, dass kein Wirbeltier verletzt oder getötet wird, liegt bei den Landwirten. Um diesen grausamen Tod zu verhindern, können sogenannte Rehkitzretter aufgestellt werden. Dieses batteriebetriebene Gerät blinkt in der Nacht und gibt Signaltöne ab. Davon abgeschreckt führen die Rehgeißen ihre Kitze aus der Wiese. Letztes Jahr hat der Landkreis Dachau in 16 Rehkitzretter investiert und sie Vertretern des Jägervereins und dem Maschinenring übergeben.
Interessierte Bauern können die Geräte am Abend vor der Mahd dort kostenlos ausleihen und in die Wiese stecken.
Ein Gerät reicht etwa für eine drei Hektar große Wiese, die Anschaffungskosten liegen bei ca. 100 €.