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Landratsamt richtet Koordinierungsgruppe Ukraine ein

09.03.2022 Aktuell sind im Landkreis Dachau bereits über 200 Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine untergebracht, größtenteils in privaten Unterkünften. Die Ankunft weiterer Menschen aus dem Kriegsgebiet wird erwartet, aktuell befinden sich alleine mit verschiedenen Hilfsinitiativen über 250 Flüchtlinge auf den Weg nach Dachau. Zusätzlich sollen weiter Flüchtlinge aus dem Ankunftszentrum in München auf die Landkreise in Oberbayern verteilt werden. Insgesamt rechnet das Landratsamt aktuell mit 500 bis 1.000 Kriegsflüchtlingen, die im Landkreis Dachau aufgenommen, untergebracht und betreut werden müssen. Dabei bleibt die weitere Entwicklung des Krieges in der Ukraine und die Flüchtlingsströme nicht vorhersehbar.

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Dank des großen Engagements der Bürger:innen im Landkreis können die Flüchtlinge - meist Frauen und Kinder, aber auch ältere Ehepaare - aktuell fast ausschließlich in privaten Unterkünften wohnen; teilweise nur vorübergehend, teilweise auch langfristig. Bis heute haben sich über 200 Personen gemeldet und es stehen gut 550 private Unterkunftsplätze zur Verfügung. Bürger:innen, die eine Bleibe anbieten möchten, können dies weiterhin unter www.landratsamt-dachau.de/Hilfe-Fluechtlinge tun.

Um weiterhin unbürokratisch und schnell Hilfe für die Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine leisten zu können und eine reibungslose und schnelle Zusammenarbeit aller Fachbereiche und Verantwortlichen im Landratsamt sowie den externen Fachstellen und Institutionen sicherzustellen, hat Landrat Stefan Löwl angelehnt an das erfolgreiche Beispiel aus der Pandemiebekämpfung eine Koordinierungsgruppe Ukraine eingerichtet. Am Dienstag, den 08.03.2022, tagte die Gruppe unter Leitung von Landrat Stefan Löwl erstmals und noch rein landratsamtsintern. Mitglieder der Gruppe sind unter anderem die verantwortlichen Sachgebiete für Asyl und Hilfeleistung, das Ausländeramt, die Koordinierungsstelle bürgerschaftliches Engagement, das Büro des Landrat aber auch der Katastrophenschutz.

Eine große behördliche Herausforderung ist die weitere Begleitung der Flüchtlinge: Als ersten Schritt müssen sich die Personen in den Gemeinden im Einwohnermeldeamt mit der neuen Adresse anmelden. Mit der Meldebescheinigung können sie dann im Landratsamt Dachau im Ausländeramt registriert werden. Dank des zwischenzeitlich durch eine EU-Richtlinie aktivierten § 24 des Aufenthaltsgesetzes ist das Bleiberecht als Kriegsflüchtling eine bloße Formalie, die dennoch beantragt werden muss. Sollten zusätzliche (Hilfs- oder Unterstützungs-) Leistungen beantragt werden müssen, können die Flüchtlinge dies im Sachgebiet 24 - Asylangelegenheiten tun. https://www.landratsamt-dachau.de/fachbereiche/abteilung-2-s/asylangelegenheiten/kontakt/ .

Einen guten Überblick über alle Schritte findet sich auf der Internetseite des Landratsamts unter: www.landratsamt-dachau.de/informationen-fluechtlinge 

In der Stabsstelle EBI laufen derzeit die Hilfsangebote sowie die verschiedenen Anfragen zusammen. Mit wenigen Stunden Vorlauf bringen die Kolleg:innen die Unterkunftsmöglichkeiten mit den Flüchtlingen, die zumeist noch im Bus auf dem Weg in den Landkreis sind, zusammen („Matching“). Ziel ist es, nach Ankunft alle Personen direkt an die ehrenamtlich bereitgestellte Unterkunft zu übergeben. Personen, die weiter reisen möchten, um bei Verwandten oder Bekannten in anderen Gegenden Deutschlands oder dem Ausland unterzukommen, haben die Möglichkeit sich zunächst auszuruhen und zu stärken.

Für die Ankünfte in dieser Woche und am Wochenende haben die Katastrophenschutzeinheiten in Schönbrunn eine Anlaufstelle errichtet. Hier werden die in Gruppen ankommenden Flüchtlinge zunächst per PoC-Schnelltest auf eine mögliche Corona-Infektion getestet und danach registriert, versorgt und dann weitervermittelt. In ca. 50 Betten können sich Weiterreisende auch ausruhen. Das Landratsamt weist jedoch darauf hin, dass es – zumindest aktuell noch – keine ständig besetzte Aufnahmeeinrichtung im Landkreis Dachau gibt. Diese ist für Oberbayern im Ankunftszentrum in München (Maria-Probst-Str. 14). Einzelne Flüchtlinge und auch Kleingruppen, die keinerlei Bezug aufgrund von Verwandtschaft oder Ähnlichem in den Landkreis Dachau haben, sollten sich dort melden. Das Ankunftszentrum ist rund um die Uhr geöffnet und von dort aus erfolgt dann die zentrale Verteilung in alle oberbayerischen Landkreise.

Alle Beteiligten der Koordinierungsgruppe sind sich der aktuellen Dynamik mehr als bewusst und passen die Aktivitäten tagesaktuell an. Um bestmöglich arbeiten und auch immer die aktuellsten Informationen weitergeben zu können werden Bürger:innen gebeten bei Fragen immer erst im InterNet unter www.landratsamt-dachau.de/informationen-fluechtlinge nachzusehen. Für den Fall, dass die Frage dort nicht beantwortet werden kann, ist weiterhin das Bürgertelefon unter 08131/74-250 von Montag bis Freitag von 10:00 bis 11:00 Uhr besetzt. Auch Fragen per E-Mail an EBI@lra-dah.baydern.de werden zeitnah beantwortet.

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