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Gemeinde Karlsfeld, Stadt Dachau und Landkreis bedauern Entscheidung: Vorerst keine Radschnellverbindung im Landkreis

27.04.2022 Für das Gelingen der Verkehrswende in der Region München spielt auch die Option der Radschnellwege eine bedeutende Rolle. Sie sollen besonders für Alltagsradfahrer:innen ein schnelle Verbindung und ein komfortables Pendeln per Fahrrad ermöglichen. Eine Trasse Dachau – Karlsfeld – München wird nun vorerst nicht realisiert.

Radeln

Bereits vor gut fünf Jahren wurde mit dem ersten Pilotprojekt vom Münchener Zentrum nach Garching ein erster Radschnellweg beschlossen und umgesetzt. Basierend auf den Erfahrungen wurden weitere mögliche Trassenoptionen in die umliegenden Landkreise untersucht. Berücksichtigt wurden dabei die Realisierbarkeit und das zu erwartenden Potential an Radfahrer:innen. Die Trasse nach Dachau schnitt dabei in der Bewertung sehr gut ab, schaffte es insgesamt jedoch leider nur auf den undankbaren zweiten Platz. Den ersten Platz bei der Bewertung und damit zeitnah realisiert wird der Streckenkorridor nach Ebersberg. Diese Trasse wurde von der Stadtverwaltung der Landeshauptstadt zur prioritären Umsetzung vorgeschlagen und am 27.04.2022 eine zeitnahe Realisierung durch den Stadtrat beschlossen.

Dies bedeutet jedoch nicht das „Aus“ für den Korridor nach Dachau. Zeitgleich mit dem Beschluss wurde auch der Wille zur Umsetzung der weiteren untersuchten Trassenoptionen bestätigt. Dies bedeutet: Sobald hierfür benötigte personelle und finanzielle Ressourcen in der Landeshauptstadt verfügbar sind, wird auch die Realisierung der Dachauer Trasse erfolgen. Somit bleibt den Akteuren im Landkreis Dachau - trotz positiver Beschlüsse der jeweiligen lokalen Gremien - abzuwarten und zu hoffen, dass möglichst schnell weitere finanzielle und personelle Ressourcen innerhalb der Stadtverwaltung der Landeshauptstadt eine Realisierung der Trasse nach Dachau ermöglichen.

Landrat Stefan Löwl sieht die Untersuchung und die Stadtratsentscheidung daher durchaus auch positiv: „Durch das positive Kosten-Nutzen-Verhältnis hat die Machbarkeitsuntersuchung verdeutlicht, dass ein Radschnellweg zwischen Dachau und München Sinn macht und baulich möglich ist. Jetzt gilt es abzuwarten, wann der Landeshauptstadt entsprechende Ressourcen zur Umsetzung vor Ort zur Verfügung gestellt werden. Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht und werden dieses Projekt auch weiterhin forcieren“.

Auch der Oberbürgermeister der Stadt Dachau Florian Hartmann bestätigt: „Als zweiter von fünf untersuchten Trassen sind wir mit dem Radschnellweg von Dachau nach München ein gutes Stück weitergekommen. Ich bin zuversichtlich, dass wir neben einer guten S-Bahn Anbindung schon bald eine echte und noch nachhaltigere Alternative für Pendlerinnen und Pendler nach München anbieten können.“

Der Karlsfelder Bürgermeister Stefan Kolbe ergänzt: „Aufgrund der Nähe zu München ist das Rad eine echte Alternative, die bereits jetzt von viele Bürgerinnen und Bürgern gern genutzt wird. Mit der positiven Bewertung haben wir nun ein weiteres Etappenziel erreicht. Das Thema Nachhaltigkeit steht bei uns allen ganz oben auf der Agenda.“

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