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Wirtschaftsakteure informieren sich zu den Verkehrsplanungen und Lösungsansätzen für die „Mobilität von morgen“ im Landratsamt Dachau

11.02.2020 Auf Einladung von Landrat Stefan Löwl trafen sich am 04.02.2020 rund 40 hochrangige Unternehmensvertreter und Betriebsratsvertreter der BMW Group, MTU sowie MAN gemeinsam mit Vertretern der umliegenden Landkreise, der Europäischen Metropolregion München sowie des Staatsministeriums für Wohnen, Bau und Verkehr im Landratsamt Dachau.

Wirtschaftsakteure im Landratsamt zum Thema "Mobilität von morgen"

Hierbei stellten Landrat Stefan Löwl sowie Kreisentwickler Florian Haas die konkreten Vorhaben und Planungen bezüglich der Verkehrsentwicklung in und um den Landkreis Dachau vor. So wird beispielsweise im Gesamtverkehrskonzept für den Landkreis Dachau mit den bereits beschlossenen Verbesserungen im Bereich des Busverkehrs, einer Stärkung des Radverkehrs sowie der Potenzialabschätzung für innovative Verkehrsträger an konkreten Verbesserungen vor Ort gearbeitet. Über die Landkreisgrenzen hinaus wurden in der jüngeren Vergangenheit zudem mit dem interkommunalen Verkehrskonzept München Nord, einer Machbarkeitsuntersuchung für einen Radschnellweg von Dachau nach München sowie der Initiative zur Mobilitätsdrehscheibe Breitenau konkrete Projektideen angestoßen. Den interessanten Vorträgen folgte eine rege Diskussion über die zukünftige Weiterentwicklung und Erfolgsfaktoren derartiger Konzepte und Projekte.

Richard Maier (Leiter Produktionsentwicklung & Support bei MTU) zeigte sich bzgl. der Vielfalt der laufenden Konzepte beeindruckt: „Mich freut es, dass derzeit aktiv auf allen Ebenen an Lösungsansätzen im Bereich der Mobilität gearbeitet wird. Auch wenn die Prozesse aus Sicht der Wirtschaft teilweise unverständlich lange dauern und einen langen Atem benötigen, kann ich die strukturierte Vorgehensweise nachvollziehen. Für die Zukunft bieten wir – wo immer möglich – unsere Kooperationsbereitschaft an.“ 

Dr. Herbert Grebenc (Bereichsleitung „Real Estate Management, Konzernsicherheit“ der BMW Group) unterstrich die Notwendigkeit schnellstmöglicher Lösungen: „Eine unbedingt nötige Verkehrsverbesserung in München und im gesamten Münchner Umland gelingt nur dann, wenn zügig sowohl Straßenverkehr als auch im öffentlichen Verkehr effiziente Tangentialverbindungen erschlossen werden. Wir brauchen Stresstests, um Problemsituationen im Verkehrsnetz zu erkennen und adäquate Lösungen zu entwickeln. Und wir brauchen dringend kurzfristige Qualitätsverbesserungen im ÖPNV!“

Landrat Löwl bekräftigte die Bereitschaft zur Umsetzung der vielfältigen Lösungsansätze, verwies bedauernd jedoch auf die langen Prozesse bei öffentlichen Planungen: „Gerade hinsichtlich der Projektvision Breitenau werden wir aber keine Möglichkeit unversucht lassen, die Prozesse zu beschleunigen. Neben einer langfristigen Konzeptentwicklung inklusive einer Reaktivierung des S-Bahnhalts sowie der Anbindung an den sog. DB-Nordring, werden wir nach kurzfristigen Optionen zur Realisierung eines Mitfahrerparkplatzes sowie der Anbindung von Werks- bzw. Company Bussen seitens der großen Arbeitgeber suchen.“

MAN Betriebsratsvorsitzender Saki Stimoniaris resümierte dementsprechend: „Die Verkehrs- und Wirtschaftssituation im Münchner Norden ist eines unserer wichtigsten Themen. Dabei können wir uns auf unseren Landrat Löwl verlassen. Er packt an, stellt sich den Herausforderungen und hält Wort.“

Im Fazit wurde daher die Komplexität verkehrlicher Rahmenbedingungen und möglicher Lösungsoptionen auf´s neue unterstrichen. Trotz der Vielzahl von Untersuchungen und konkreten Planungen werden auf Grund diverser Herausforderungen – angefangen von genehmigungsrechtlichen, gesetzlichen Grundlagen zur Realisierung diverser Projekte vor Ort bis hin zum Busfahrermangel in unserer Region – weitere Anstrengungen auf allen Ebenen nötig sein, um für die Mobilität der Zukunft gewappnet zu sein. Dabei sollte der Fokus auf kurzfristig realisierbare Maßnahmen gelegt werden und parallel langfristige Chancen, z.B. im Zuge einer Internationalen Bauausstellung für die Region München, im Blick behalten werden.

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