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Aktuelle Entwicklung der Corona-Pandemie im Landkreis Dachau – 15.03.2022

15.03.2022 + Inzidenz im Landkreis Dachau steigt wieder an und nähert sich wieder der 2000er-Marke + Koordinierungsgruppe Pandemie im Landkreis sieht angekündigten Lockerungen kritisch + 2.972 Neuinfizierte innerhalb der vergangenen Woche + Neben Erst-, Zweit- und Drittimpfung sind auch Viert-Impfungen für besondere Personengruppen im ganzen Landkreis weiterhin möglich, zahlreiche Impftermine verfügbar + 76 % der Bürger:innen mit Vollschutz; 61,3 % geboostert + Aktuell 42 Corona-Patienten im Helios-Amper-Klinikum Dachau, davon 5 Patienten auf Intensivstation, 4 Personen verstorben

Corona-Virus

Am heutigen Dienstag, 15.03.2022, liegt die Inzidenz im Landkreis Dachau bei 1.912,7 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von 7 Tagen und steigt somit nach einer wochenlangen Stagnation wieder deutlich an. Die Situation ist auch deutschlandweit wieder sehr dynamisch und die Inzidenzen steigen bundesweit. In Bayern liegt die Inzidenz mit 2027,0 und auch in Deutschland mit 1.560,4 auf neuen Höchstständen.

Am Freitag, den 11.03.2022 tagte erneut die Koordinierungsgruppe Pandemie gemeinsam mit Landrat Stefan Löwl in einer Videokonferenz. Bei den regelmäßigen Besprechungen beraten sich etwa 40 lokale Expert:innen aus Gesundheitsamt, Kliniken und Pflege- sowie Behinderteneinrichtungen, niedergelassenen Ärzten, Rettungsdienst, Feuerwehr und Polizei, Apotheken, ambulanter Palliativversorgung sowie Fachbereichen des Landratsamtes, Gemeinden, Schulamt und den beiden Impfzentren. Alle Teilnehmer:innen blicken vor dem Hintergrund der hohen Inzidenz, der nach wie vor (zu) geringen Impfquote und den deutlich ansteigenden Fallzahlen in den Kliniken mit Sorge in die nächsten Woche. „Glücklicherweise sind ist die Intensivstation in dieser Welle weniger belastet,“ berichtet Alexander von Freyburg, der Leiter der Notaufnahme am HELIOS Amper-Klinikum. „Wir haben aber nach wie vor insb. ältere, oft auch geimpfte Personen mit Vorerkrankung sowie zuletzt auch immer wieder jüngere Patienten ohne Impfschutz.“

Auch wenn mit den höheren Temperaturen im Frühjahr von einer Entspannung auszugehen ist, sind aus Sicht der lokalen Experten die angekündigten Lockerungen zu weitgehend. Besonders der Wegfall der Maskenpflicht wird nach Einschätzung der Expert:innen das Infektionsgeschehen antreiben. Die Koordinierungsgruppe begrüßt daher die Entscheidung, die Übergangsfrist bis Anfang April bayernweit zu nutzen und lokal Entscheidungsspielräume zu schaffen und Hotspot-Reglungen zu ermöglichen.

Mit der einrichtungsbezogenen Impfpflicht ab Mitte März ging am Montag das bayernweite Meldeportal online. Für alle betroffenen Einrichtungen in Bayern ist dies unter www.impfpflicht-meldung.bayern.de zugänglich. Über das Portal sollen die Einrichtungen die gesetzlich vorgeschriebene Benachrichtigungen zu ungeimpftem Personal rechts- und datenschutzsicher auf digitalem Weg an die jeweils zuständigen Gesundheitsämter übermitteln.

In der Woche vom 07.03.2022 bis 13.03.2022 wurden dem Gesundheitsamt Dachau insgesamt 2.972 Neuinfektionen gemeldet. Im Vergleich zur vergangenen Woche steigen die Zahlen um 20% wieder deutlich an. Besonders hoch bleiben die Inzidenzen bei den Kindern und Jugendlichen; bei den Kindern von 6 bis 11 Jahren liegt die Inzidenz aktuell bei 3.251, bei der Altersgruppe der 16-19-jährigen bei 3.170. und auch in der Gruppe der Mitbürger:innen ab 60 Jahren steigt die Inzidenz auf über 1.000.

Die Altersstruktur der Indexfälle lässt sich folgendermaßen aufschlüsseln:

  • 4 %     0-4 Jahre
  • 7 %     5-9 Jahre
  • 6 %     10-14 Jahre
  • 9 %     15-19 Jahre
  • 8 %     20-24 Jahre
  • 8 %     25-29 Jahre
  • 16 %   30-39 Jahre
  • 14 %   40-49 Jahre
  • 13 %   50-59 Jahre
  • 7 %     60-69 Jahre
  • 3 %     70-79 Jahre
  • 4 %     80 Jahre und älter

Insgesamt handelt es sich nach wie vor um ein diffuses, hohes Infektionsgeschehen. Das hohe Infektionsgeschehen im Landkreis spiegelt sich auch in den Schulen und Kitas wieder. Omikron bleibt die vorherrschende Virusvariante im Landkreis, wenn auch die neue Sub-Variante BA.2 auf dem Vormarsch ist.

Impftermine in den Impfzentren können an jedem Werktag vereinbart werden und sind online über BayIMCO (www.impfzentren.bayern) buchbar. Montags und freitags impft die Johanniter-Unfallhilfe weiterhin Kinder im Alter von 5 bis 11 Jahren an der Drive-Through Station am Karlsfelder See; dienstags bis donnerstags das Bayerische Rote Kreuz im Impfzentrum Dachau. Auch sind die Impfteams weiterhin im gesamten Landkreis unterwegs. Daneben können Bürger:innen bei den niedergelassenen Ärzten bzw. Praxen alle Coronaschutzimpfungen (Erst-, Zweit- sowie Drittimpfungen und ggf. auch Viertimpfung) erhalten.

Die vierte Impfung wird zurzeit von der StIKo für besondere Personengruppen drei Monate nach der sog. Booster- bzw. Drittimpfung empfohlen:

  • Menschen ab 70 Jahren
  • Menschen in Pflegeeinrichtungen
  • Menschen mit Immunschwäche sowie
  • Beschäftigte in Medizin- und Pflegeeinrichtungen.

Die Drittimpfquote im Landkreis Dachau steigt auf 61,3 %. Zum Vergleich sind bayernweit 55,4% und deutschlandweit 57,8% der Bürger:innen geboostert.

Die Zahl der Erst- und damit auch der Zweitimpfungen steigt nur noch sehr langsam an. Im Landkreis Dachau sind inzwischen gut 117.777 Bürger:innen vollständig geimpft (Stand: 14.03.2022); inkl. Kinderimpfungen. Damit erreichen wir im Landkreis Dachau eine Impfquote von 76,0% und liegen damit weiterhin deutlich über der Bayern- (73,9 %) bzw. leicht unter der Deutschlandquote (76,5 %).

Die Zahl der Corona-Patienten im Helios-Amper-Klinikum Dachau steigen im stationären und intensivmedizinischen Bereich an. Zurzeit werden 37 Patienten im Alter von 56 bis 99 Jahren mit einer nachgewiesenen COVID-19-Infektion auf der Normalstation behandelt. Weitere fünf Patienten im Alter von 59 bis 89 Jahren müssen aktuell intensivmedizinisch betreut werden.

Leider sind in der vergangenen Woche vier Personen an den Folgen der Coronaerkrankung verstorben. Landrat Stefan Löwl spricht allen Angehörigen sein Mitgefühl und seine Anteilnahme aus. Insgesamt sind im Landkreis 209 Personen mit einer Corona-Infektion verstorben.

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