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Großes Interesse zum Umstieg auf innovative Verkehrsmittel im Landkreis Dachau

18.02.2020 Zahlreiche Zuhörer folgten der Einladung von Landrat Stefan Löwl zur Ergebnispräsentation einer Studie zum Einsatz moderner Verkehrsmittel - beispielsweise Seilbahnen oder Magnetschwebebahnen - im Landkreis Dachau am Montag, 17.02.2020.

Mobilität von morgen

Hierbei präsentierten Prof. Klaus Bogenberger von der TU München und Michaela Tießler von der Universität der Bundeswehr München eine Übersicht der wichtigsten Ergebnisse.

Seit Mitte 2019 arbeitete die Professur für Verkehrstechnik der Universität der Bundeswehr gemeinsam mit dem Landkreis Dachau an einer umfassenden Forschungsarbeit zum Einsatz innovativer Verkehrsmittel im Landkreis Dachau: neben einem allgemeinen Systemvergleich potentieller Transportmittel wurde das Potential für drei konkrete Trassen untersucht. Hierzu wurde mithilfe einer breit angelegten Bürgerbefragung - mit über 3.400 Rückmeldungen - die Bereitschaft der Pendler zum Umstieg auf innovative Verkehrsmittel abgefragt.

Insgesamt wurden fünf Verkehrsmittel näher untersucht: Verschiedene Arten von Standseilbahnen und Seilschwebebahnen sowie das Transportsystem Bögl (TSB) als Beispiel für eine neuartige Magnetschwebebahn. Aufgrund der Schnelligkeit bzw. der kontinuierlichen Beförderung konnten vor allem das Transportsystem Bögl und die Umlaufseilbahn die Befragten überzeugen.

Trotz teilweise deutlicher Reisezeitverluste wird die Umstiegsbereitschaft als sehr hoch eingeschätzt. Insbesondere die Trasse entlang der Autobahn A8 zwischen München-Pasing und Augsburg/Gersthofen sowie einen Anschluss von Dachau über Karlsfeld an das U-Bahnnetz im Münchner Norden (nach Feldmoching bzw. Moosach) wurden von den über 3400 Teilnehmern der Umfrage als sehr attraktiv bewertet. Gleichermaßen bleiben - insbesondere aber beim letztgenannten Korridor - die Konkretisierung eines realisierbaren Trassenverlaufs, die Grundstücksverfügbarkeit sowie die Integration ins bestehende Nahverkehrssystem große Herausforderungen. Die dritte geprüfte Verbindung zwischen Haimhausen und dem S-Bahnhof Lohhof war hingegen weniger relevant für die Befragten.

Landrat Stefan Löwl freute sich über die rege Bürgerbeteiligung und die Ergebnisse: „Die Lösung der Mobilitätsprobleme wird in unserem Wachstumsraum mit den klassischen Verkehrsträgern kaum gelingen. Alleine aufgrund der schwierigen Trassensuche müssen wir auch andere Ebenen mit in den Blick nehmen. Da Tunnellösungen immer extrem aufwändig und teuer sind, bleibt uns nur der Raum über dem Boden,“ so Landrat Löwl.

Im Anschluss an die Vorstellung nutzten die Teilnehmer die Gelegenheit zur Diskussion mit den Experten.

Ansprechpartner im Landratsamt zu diesem Thema ist Florian Haas, Tel. (08131) 74-1856

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