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S 2: Taktlücke am Freitagnachmittag geschlossen – Landrat Löwl lobt Verbesserungen für Kunden

01.02.2017 Mit elf zusätzlichen Fahrten zwischen Ostbahnhof und Dachau, Bahnhof konnte mit der letzten Änderung des Jahresfahrplans im Dezember 2016 eine oft kritisierte Lücke beim Zehn-Minuten-Takt am Freitagnachmittag geschlossen werden. „Ein Schritt in die richtige Richtung“, so Landrat Stefan Löwl, der auch stellvertretender Sprecher der MVV-Landräte ist.

MVV

Angeboten wird der kurze Takt jetzt zudem auf der S 3 zwischen Deisenhofen und Maisach, der S 4 zwischen Zorneding und Ostbahnhof sowie der S 8 zwischen Germering-Unterpfaffenhofen und Ostbahnhof. Zusätzlich wurden Taktlücken bei der S 7 nach Wolfratshausen geschlossen, die von Montag bis Donnerstag bestanden hatten.

„Insgesamt sind das wöchentlich rund 80 neue S-Bahn-Fahrten im MVV“, so der Landrat. “Diese Verbesserungen sind nicht zuletzt das Ergebnis kontinuierlicher Verhandlungen der MVV-Landkreise mit der S-Bahn und dem Freistaat sowie den entsprechenden Forderungen an die Verhandlungspartner.“ Die Landräte nutzen unter anderem die jährlichen Tarifverhandlungen, um Vorteile für die S-Bahn-Kunden aus den Landkreisen zu bewirken und eigene Forderungen durchzusetzen. So sind die aktuellen Verbesserungen das Ergebnis der Tarifverhandlungen im Jahr 2015. Für den Dachauer Landrat als stellvertretenden Sprecher der Verbundlandkreise ein wichtiger Etappenerfolg auf dem Weg zu weiteren lang geforderten Verbesserungen. Insbesondere Taktlücken während des Tages auf den Linien S 2, S 3 und S 6 sind nicht nur Löwl ein Dorn im Auge. Aber auch hier sieht der Landrat die Chancen auf weitere Verbesserungen positiv: „Wir befinden uns gemeinsam mit dem MVV in einem engen und regen Austausch mit der Bayerischen Eisenbahngesellschaft (BEG) und der S-Bahn München und sind zuversichtlich, dass die nächste notwendige Erweiterung des Angebots bereits zum kommenden Jahresfahrplanwechsel umgesetzt werden kann.“

Löwl äußerte sich dankbar für das Entgegenkommen der Verhandlungspartner und die konstruktive Zusammenarbeit mit ihnen: „Das war in der Vergangenheit nicht immer so der Fall. Sowohl der zuständige Innenmister Joachim Herrmann als auch Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter bieten den Landkreisen eine deutlich bessere Art der Zusammenarbeit an, als dies früher üblich war.“ Jedoch trügen gerade die acht MVV-Landkreise mit ihrem Bevölkerungswachstum und dem durch sie finanzierten MVV-Regionalbusangebot als Zubringer nicht unwesentlich zum Erfolg der S-Bahn bei, so dass nicht zuletzt vor diesem Hintergrund, die Wünsche und Forderungen zum Ausbau des S-Bahn-Systems absolut gerechtfertigt seien. „Seit Jahren investieren die Landkreise sehr viel Geld in den ÖPNV. Allein in den letzten fünf Jahren wurde das Angebot auf den MVV-Regionalbuslinien um nahezu 37 Prozent auf über 36 Millionen Kilometer im Jahr 2016 gesteigert“, erläutert Löwl. „Weitere Verbesserungen erwarten wir im Zuge der geplanten MVV-Tarifstrukturreform, hier arbeiten alle Partner derzeit sehr kooperativ und intensiv zusammen, und natürlich auch bei der Umsetzung des neuen Nahverkehrsplans, bei dem zwischenzeitlich die konkreten Planungsprozesse angelaufen sind.“

„Angesichts des enormen Bevölkerungswachstums im Ballungsraum München und einem weiter stark steigenden Mobilitätsbedarf sind allerdings weitere Leistungsverbesserungen insbesondere bei der S-Bahn, die das Rückgrat beim ÖPNV in der Region darstellt, unverzichtbar“, so Landrat Löwl weiter. Nachdem hierfür eine ausreichende Schieneninfrastruktur Grundvoraussetzung ist, ist nicht nur die zweite S-Bahn-Stammstrecke unerlässlich, sondern auch ein (weiterer) Ausbau der beiden S-Bahn-Strecken (Petershausen und Altomünster) im Landkreis Dachau einschließlich einer Anbindung von Karlsfeld an die im Münchener Norden schon vorhandene Schieneninfrastruktur, um eine Tangentialverbindung zu bekommen.