Gleichstellungsstelle

Gleichberechtigung, Chancengleichheit und Gewaltfreiheit – für alle Menschen im Landkreis Dachau, unabhängig von Herkunft, Geschlecht, Alter oder Beeinträchtigung.

Wir

  • informieren.
  • beraten.
  • vernetzen.
  • unterstützen.
  • sensibilisieren.

Unsere Arbeit umfasst folgende Themenbereiche

Gleichberechtigung

Gleichberechtigung bedeutet, dass alle Menschen die gleichen Rechte haben und ihre Chancen gleichberechtigt nutzen können.

  • Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.
  • Frauen und Männer sind gleichberechtigt.
  • Niemand darf aufgrund des Geschlechts benachteiligt oder bevorzugt werden.
  • Alle Menschen sollen die gleichen Möglichkeiten haben:
    • in der Bildung und Ausbildung
    • im Beruf und beim beruflichen Aufstieg
    • bei der Bezahlung und den Arbeitsbedingungen
    • in der Familie und bei der Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben
    • bei gesellschaftlichen und politischen Entscheidungen
  • • Bestehende Nachteile sollen aktiv abgebaut werden.
  • • Der Staat hat die Aufgabe, die tatsächliche Gleichberechtigung von Frauen und Männern zu fördern.
  • • Alle Menschen sollen ihr Leben selbstbestimmt gestalten können.

Rechtliche Grundlagen: Artikel 3 Absatz 2 und 3 GG, AGG.

Gleichbehandlung

Gleichbehandlung bedeutet, dass alle Menschen fair und ohne Diskriminierung behandelt werden.

  • Alle Menschen haben das Recht auf eine faire und respektvolle Behandlung.
  • Niemand darf aufgrund persönlicher Merkmale ungerecht benachteiligt werden.
  • Dazu gehören insbesondere:
    • das Geschlecht
    • die sexuelle Identität
    • die ethnische Herkunft
    • die Religion oder Weltanschauung
    • das Alter
    • eine Behinderung
  • Diskriminierung und Benachteiligung sollen verhindert und beseitigt werden.
  • Alle Menschen sollen unabhängig von ihren persönlichen Lebensumständen respektiert werden.
  • Bestehende Benachteiligungen sollen erkannt und abgebaut werden.

Rechtliche Grundlagen: Artikel 3 Grundgesetz (GG), Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz (AGG).

Gewaltschutz

Gewaltschutz bedeutet, dass alle Menschen ein Recht auf ein Leben ohne Gewalt haben und vor Gewalt geschützt werden sollen.

  • Jeder Mensch hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit.
  • Gewalt darf nicht geduldet oder verharmlost werden.
  • Gewalt kann unterschiedliche Formen haben:
    • körperliche Gewalt
    • psychische und seelische Gewalt
    • sexualisierte Gewalt
    • häusliche Gewalt
    • digitale Gewalt
    • wirtschaftliche Gewalt
    • Bedrohung, Belästigung und Stalking
  • Betroffene Menschen sollen Zugang zu Schutz, Beratung und Unterstützung erhalten.
  • Gewalt soll durch Aufklärung, Prävention und geeignete Schutzmaßnahmen verhindert werden.
  • Betroffene sollen ernst genommen und in ihrer Selbstbestimmung gestärkt werden.
  • Hilfsangebote und Beratungsstellen sollen bekannt gemacht und miteinander vernetzt werden.
  • Ein gewaltfreies und respektvolles Zusammenleben soll gefördert werden.

Rechtliche Grundlagen: Artikel 2 GG, Gewaltschutzgesetz (GewSchG), Gewalthilfegesetz (GewHG), Istanbul-Konvention.

Barrierefreiheit

Barrierefreiheit bedeutet, dass alle Menschen Angebote, Einrichtungen und Informationen möglichst ohne Hindernisse nutzen können.

  • Menschen mit Behinderungen dürfen nicht benachteiligt werden.
  • Öffentliche Angebote sollen für alle Menschen zugänglich und nutzbar sein.
  • Barrieren sollen erkannt, vermieden und abgebaut werden.
  • Barrierefreiheit umfasst insbesondere:
    • den Zugang zu Gebäuden und öffentlichen Einrichtungen
    • die Nutzung von Straßen, Wegen und Verkehrsmitteln
    • barrierefreie Webseiten und digitale Angebote
    • verständliche Informationen und Leichte Sprache
    • die Kommunikation in Gebärdensprache
    • Informationen für Menschen mit Seh- oder Hörbeeinträchtigungen
    • die Nutzung öffentlicher Dienstleistungen
  • Menschen mit Behinderungen sollen Angebote möglichst selbstständig und ohne besondere Erschwernisse nutzen können.
  • Unterschiedliche Bedürfnisse sollen bei der Planung und Gestaltung berücksichtigt werden.
  • Barrierefreiheit fördert Selbstbestimmung, Gleichberechtigung und gesellschaftliche Teilhabe.

Rechtliche Grundlagen: Artikel 3 Absatz 3 GG, Behindertengleichstellungsgesetz (BGG), UN-Behindertenrechtskonvention, gegebenenfalls Landesrecht.

Teilhabe

Teilhabe bedeutet, dass alle Menschen die Möglichkeit haben, am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen und es mitzugestalten.

  • Alle Menschen sollen am gesellschaftlichen Leben teilhaben können.
  • Niemand soll aufgrund persönlicher oder sozialer Lebensumstände ausgeschlossen werden.
  • Teilhabe soll insbesondere ermöglicht werden:
    • in Bildung und Ausbildung
    • im Arbeitsleben
    • in Kultur, Freizeit und Sport
    • im öffentlichen und politischen Leben
    • bei der Nutzung öffentlicher Einrichtungen und Angebote
    • bei gesellschaftlichen Entscheidungen
  • Menschen mit Behinderungen sollen gleichberechtigt und selbstbestimmt am Leben in der Gesellschaft teilnehmen können.
  • Bestehende Hindernisse sollen erkannt und abgebaut werden.
  • Menschen sollen die Möglichkeit haben, ihre Interessen und Bedürfnisse einzubringen.
  • Vielfalt und Mitbestimmung sollen gefördert werden.

Rechtliche Grundlagen: Artikel 3 GG, Sozialgesetzbuch IX (SGB IX), Behindertengleichstellungsgesetz (BGG), UN-Behindertenrechtskonvention.

Rechtliche Grundlagen

Das deutsche Grundgesetz (GG), Artikel 3:

  • „Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.“
  • „Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.“
  • „Niemand darf wegen seines Geschlechts, seiner Abstammung, seiner [Ethnizität], seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.“


Aktuelles & Veranstaltungen

Runder Tisch gegen häusliche Gewalt

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