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Das Projekt "Zwischen Dorf und Metropole"

Raum-, Siedlungs- und Verkehrsentwicklung im Landkreis Dachau

Hohe Lebensqualität für die Zukunft sichern – Leitlinien für die Raum, Siedlungs- und Verkehrsentwicklung im Landkreis Dachau.

„Zwischen Dorf und Metropole“ - Dieser Name ist Programm für das LEADER-geförderte Projekt. Alle 17 Kommunen im Landkreis Dachau haben sich mit entsprechenden Ratsbeschlüssen für diesen gemeinsamen Weg entschieden. Darin liegt die große Chance dieses Projektes.

Die politisch Verantwortlichen und die Bürgerschaft waren aufgerufen, sich aktiv einzusetzen und ihr Fachwissen, ihre Ortskenntnisse und ihre Kreativität für eine zukunftsfähige Entwicklung des gesamten Landkreises einzubringen. Am Ende entstanden Leitlinien, die auch von allen mitgetragen werden sollten. Erneute Beschlüsse in den Räten der Kommunen sollten das bekräftigen.

Die erste Runde der Beteiligungsveranstaltungen wurde im Frühjahr 2012 erfolgreich abgeschlossen. Die Konferenz der Mandatsträger sowie die Arbeit der Bürgerschaft in Foren und Arbeitsgruppen standen ganz im Zeichen einer umfassenden Bestandsaufnahme. Die Qualitäten der Gemeinden und des gesamten Landkreises wurden gemeinsam herausgearbeitet, ebenso wie ersten zukünftigen Herausforderungen.

Lebensqualität erhalten – miteinander an einem Strang ziehen!

Bürgerinnen und Bürger leben gerne hier - das ist ein überwältigendes und klares Ergebnis der bisherigen Bürgerforen! Dem Landkreis Dachau und insbesondere seiner Kulturlandschaft wurde eine hohe Lebensqualität attestiert. Diese gilt es dringend für die Zukunft zu erhalten.

Das ist eine nicht zu unterschätzende Aufgabe für einen Landkreis zusammen mit der Großen Kreisstadt und den Landkreisgemeinden an der Schwelle zwischen Stadt und Land, die sich hohem und immer noch steigendem Siedlungsdruck gerade auch aus München und damit verbundenem steigenden Verkehrsaufkommen ausgesetzt sehen. Sie müssen eine Gratwanderung vollbringen zwischen Bewahren von gewachsenen Strukturen und Heimat auf der einen Seite und Integration von Neuem und notwendiger Weiterentwicklung auf der anderen Seite.

Daraus erwächst die sehr konkrete und große Herausforderung, den stetig zunehmenden Verkehr nicht nur zu bewältigen, sondern auch zu reduzieren und das zukünftige Wachstum so zu steuern, dass es verträglich ist und mit den Vorstellungen der Bürger übereinstimmt. Reduzierung oder zumindest Steuerung des Flächenverbrauchs, Bewältigung der Energiewende und trotzdem Sicherung von Natur und Landschaft heißen die aktuellen Hauptaufgaben für die Zukunft.

Dabei zusammenzustehen und Aufgaben gemeinsam zu bewältigen, war als Bedürfnis aus allen Veranstaltungen herauszuhören. Die Teilnehmer/innen der Bürgerforen legten ein großes Gewicht auf das gemeinschaftliche Miteinander, die Mandatsträger unterstrichen die Notwendigkeit von interkommunalen Kooperationen.

Bilder für die Zukunft

In der zweiten Runde im Juli 2012 ging es um das Bild der Zukunft, also um gemeinsame Visionen und Zielvorstellungen. Verschiedene Szenarien sollten zeigen, wie sich der Landkreis Dachau zukünftig in den Bereichen Raum, Siedlung und Verkehr entwickeln könnte. Dabei wurden anfangs bewusst überzeichnete, kontrastierende Perspektiven präsentiert und zur Diskussion gestellt. Es sollte herausgearbeitet werden, welche Entwicklungen für die Zukunft als wünschenswert gelten. Daraus leiteten sich dann die Strategien ab, um im Landkreis diese Ziele auch zu erreichen.

Im Herbst wurden in der dritten Runde dann miteinander die Leitlinien für die räumliche Entwicklung formuliert.

Schlussakkord: Gemeinsame Leitlinien als Kompass für die Zukunft!

Am Ende dieses sehr intensiven Prozesses stand eine gemeinsame, zwischen allen Kommunen, dem Landkreis und der Bürgerschaft abgestimmte Position. Ziel war es, dass prägnante, ausgewogene Leitlinien in Text und Karte Anfang des folgenden Jahres von allen Gemeinden verabschiedet werden. Diese Leitlinien sollten vor allem Orientierungs- und Entscheidungsrahmen oder besser gesagt ein Kompass für politische und planerische Entscheidungen im gesamten Landkreis sein.

Um Missverständnissen und gegebenenfalls falschen Vorstellungen vorzubeugen: Bei dem Planungs-und Beteiligungsprozess ging es um die Abwägung und Abstimmung von Zielen und Zukunftsstrategien für den gesamten Landkreis und seine Gemeinden und nicht um einzelne Projekte oder die Umsetzung von konkreten Maßnahmen.

Mit der Durchführung des Projektmanagements wurde die Grontmij GmbH Raum & Umwelt München beauftragt. Die erfahrenen Experten für Kommunal- und Regionalentwicklung begleiteten in Kooperation mit den Herren Professoren der TU München Dr.-Ing. Holger Magel und Dr.-Ing. Gebhard Wulfhorst den Landkreis bei der Erarbeitung von Lösungsansätzen für die zukünfige Raum-, Siedlungs- und Verkehrsentwicklung.

Anlass des Projektes „Zwischen Dorf und Metropole“

Die ungebrochene Attraktivität der Region München, der damit verbundene Zuzug und das kontinuierliche Schwinden der Flächenreserven der Landeshauptstadt München führen zu einem enormen Siedlungsdruck auf die Region, insbesondere auch auf den Landkreis Dachau.

In den Jahren 2025 bis 2030 werden die Flächenreserven der Stadt München, selbst nach Aussage der Stadtbaurätin Merk, im Wesentlichen aufgebraucht sein. Der Druck auf die umliegenden Landkreise mit ihren Städten und Gemeinden wird sich daher voraussichtlich nochmals erhöhen.

Der Landkreis Dachau und die zugehörigen Kommunen haben erkannt, dass man den damit verbundenen Herausforderungen nur gemeinsam begegnen kann. Wie kann auf den steigenden Verkehr und die damit verbundenen Belastungen reagiert werden? Wie geht man mit der steigenden Nachfrage nach Wohnraum und Gewerbeflächen um? Wie können die notwendigen Infrastrukturen vorgehalten werden? Dies sind nur einige der Fragen welchen sich die Kommunen im Landkreis Dachau gegenüber sehen.

Um Antworten auf diese Fragen zu finden, um auf künftige Herausforderungen aktiv reagieren zu können haben sich alle 17 Kommunen im Landkreis Dachau mit entsprechenden Ratsbeschlüssen für das gemeinsame Projekt „Zwischen Dorf und Metropole“ entschieden.

In diesem Projekt erarbeitete der Landkreis Dachau einen Orientierungs- und Entscheidungsrahmen für eine nachhaltige Raum-, Siedlungs- und Verkehrsentwicklung, welcher als Kompass für künftige politische und planerische Entscheidungen im gesamten Landkreis dienen soll.

Hierzu wurden in einem intensiven Prozesses zwischen allen Gemeinden, der Stadt, dem Landkreis und der Bürgerschaft gemeinsame Ziele und Positionen erarbeitet, welche in Form von Leitlinien in Text und Karte von allen Kommunen verabschiedet werden sollen.

Projektziel

Gemeinsame Leitlinien als Kompass für die Zukunft!

Um die zukünftige Raum, Siedungs- und Verkehrsentwicklung nachhaltig zu gestalten und auf die künftigen Herausforderungen reagieren zu können, wollte der Landkreis Dachau einen Orientierungs- und Entscheidungsrahmen erstellen, welcher als Kompass für politische und planerische Entscheidungen im gesamten Landkreis dient.

Hierzu wurden in einem intensiven Prozesses zwischen allen Kommunen, dem Landkreis und der Bürgerschaft gemeinsame Ziele und Positionen erarbeitet, welche in Form von Leitlinien in Text und Karte von allen Gemeinden verabschiedet werden sollen.

Die Leitlinien sind das Endprodukt des Planungsprozesses. Auf dem Weg zu diesem Orientierungsrahmen entstand eine Reihe von Zwischenergebnissen.

Um Missverständnissen und gegebenenfalls falschen Vorstellungen vorzubeugen: Bei dem Planungs-und Beteiligungsprozess ging es um die Abwägung und Abstimmung von gemeinsamen Positionen und Zielen für den gesamten Landkreis und seine Gemeinden - nicht um einzelne Projekte oder die Umsetzung von konkreten Maßnahmen.

Das Projektgebiet

Das Projektgebiet umfasste den ganzen Landkreis Dachau. Er wurde für das Projekt in vier Teilräume untergliedert.

Projektablauf

Der Projektablauf gliederte sich inhaltlich in drei Themenblöcke.

Im Frühjahr 2012 ging es vor allem um die Identifikation und die Benennung der Herausforderungen, vor denen der Landkreis Dachau steht.
Im Sommer 2012 wurden verschiedene Szenarien für mögliche Entwicklungen herausgearbeitet und darauf aufbauend die Zielvorstellungen zur Siedlungs- und Verkehrsentwicklung im Landkreis Dachau formuliert.
Im Herbst und im Winter 2012 mündete das Projekt dann in die Erarbeitung von Leitlinien und eines Strukturkonzeptes.

Zu allen drei thematischen Arbeitsblöcken wurden landkreisweit Mandatsträgerkonferenzen, Bügerforen in den vier Teilräumen und Arbeitsgruppensitzungen durchgeführt. Der gesamte Prozess wurde von einer Koordinierungsgruppe gesteuert und durch entsprechende Öffentlichkeitsarbeit begleitet.

Projektbeteiligte

Die Abbildung zeigt das Zusammenspiel der unterschiedlichen am Projekt beteiligten Gruppen.

Die am Projekt beteiligten Gruppierungen setzten sich aus folgenden Personen zusammen:

Koordinierungsgruppe
Landrat / stellvertretende Landrätin
Bürgermeistervertreter/innen aus allen vier Teilräumen
Landkreisverwaltung: Kreisbaumeister, Wirtschaftsförderung
Regionalmanagement
Leader LAG: 1. Vorsitzender Dachau AGIL e.V.

Bürgerforen, Arbeitsgruppen
Bürger/innen, Schlüsselpersonen
Bürgermeister, Gemeindräte
Organisationen, Verbände
Landkreisverwaltung

Mandatsträgerkonferenz
Bürgermeister/innen
Kreisräte/innen
Stadt-, Gemeinderäte/innen

Arbeitsgruppen
Bürger/innen, Schlüsselpersonen
Organisationen, Verbände
Vertreter/innen aus der Politik
Landkreisverwaltung
Experten, Planungsbüro

Beteiligungsveranstaltungen
Der Weg zum gemeinsamen Strukturkonzept (Raum-, Siedlungs- und Verkehrsentwicklung) für den Landkreis Dachau wurde ganz im Sinne einer ausgewogenen Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger mit einer Vielzahl von Möglichkeiten versehen, sich an diesem Projekt zu beteiligten.

Landkreisweite Mandatsträgerkonferenzen
Die Zielgruppe der Mandatsträgerkonferenzen bildeten neben den Mitgliedern des Kreistages die Bürgermeister und die Mitglieder der Stadt- und Gemeinderäte aller Kommunen im Landkreis.

Bürgerforen in den vier Teilräumen
Im Lauf des Projektes „Zwischen Dorf und Metropole“ wurden drei mal vier Bürgerforen in den verschiedenen Projektteilräumen geplant. Alle Bürgerinnen und Bürger des Landkreises Dachau waren herzlich eingeladen, im Rahmen dieser Veranstaltungen ihr Engagement und ihr Wissen für die zukünftige Raum-, Siedlungs- und Verkehrsentwicklung einzubringen und wichtige Impulse zu geben. Die Bürgerforen waren neben den Mandatsträgerkonferenzen ein Kernelement des Gesamtprozesses.

Arbeitsgruppen
Neben den Bürgerforen und Mandatsträgerkonferenzen wurde für jeden Teilraum eine Arbeitsgruppe (AG) gebildet, die aus jeweils zwei Personen pro Gemeinde bestand. Im Fall des Teilraum 1 (Dachau, Karlsfeld) wurden jeweils vier Personen aus den beiden Kommunen in die AG entsandt.

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