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Tag des offenen Denkmals

Tag des offenen Denkmals am 13. September 2020 im Landkreis Dachau

„Chance Denkmal. Erinnern. Erhalten. Neu denken“

Traditionell ist der Tag des offenen Denkmals bundesweit ein Tag, an dem ansonsten geschlossene Denkmäler in öffentlicher und privater Hand für Besucher geöffnet werden.

Da in diesem Jahr besondere Regelungen für den Besuch von Innenräumen gelten, ruft auch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz dazu auf, vor allem digitale Angebote umzusetzen.

Im Landkreis Dachau sind wir in der glücklichen Lage, dass wir mit Hans Schertls Webseite „kirchenundkapellen“ ganzjährig, bereits seit 19 Jahren (!) 24 Stunden am Tag alle Kirchen und Kapellen im Landkreis virtuel besuchen können. Hans Schertl aktualisiert seine Webseite ständig, ergänzt sie um neue Erkenntnisse und stellt immer wieder zusätzliche Fotos ein, sodass der Besucher der Seite immer einen aktuellen Eindruck der kirchlichen Bauwerke erhält.

Am Tag des offenen Denkmals haben sich nun einige Pfarrverbände auf Initiative der Kreisheimatpflege dazu entschlossen, ein paar Kirchen „real“ zu öffnen. Das Motto des Denkmaltages „Chance Denkmal. Erinnern. Erhalten. Neu denken“ sehen die Verantwortlichen auch als Angebot für die Besucher, Kirchenräume einmal anders zu erleben. In Konzerten, Meditationen, Führungen und Mitmachaktionen können ihre Bauwerke neu gesehen und erfahren werden. In Weng besteht auch die Möglichkeit sich einen Eindruck von einem Pilotprojekt eines digitalen Kirchenführers zu verschaffen.

Die Museen in Markt Indersdorf und die Dachauer Ruckteschell-Villa sind ebenfalls geöffnet. Den ehemaligen Bezirksfriedhof in der Maroldstraße in Indersdorf kann man besuchen und dort zusätzlich fachkundige Informationen zur Geschichte erhalten.

Die Angebote werden selbstverständlich den am Denkmalstag aktuell geltenden Hygienevorschriften angepasst. Auf jeden Fall bitten alle Veranstalter an den Mund-/Nasenschutz zu denken und die Abstandsregeln einzuhalten.

Die Angebote im Einzelnen

Pfarrverband Erdweg

Pfarrzentrum St. Peter und Paul
Pater Cherubin-Str. 1
85253 Erdweg

Geöffnet:  13.00 bis 16.00 Uhr

1972/73 wurde der Stahlskelettbau mit Fachwerkträgern, Verglasung und Fassadenplatten nach Plänen des Architekurbüros Steidle und Partner errichtet. Erdweg, das bis dahin noch keine Kirche hatte, erhielt damit in nächster Nachbarschaft zu den öffentlichen Einrichtungen der Schule und des Rathauses ein Gebäude für den 1970 neu gegründeten Pfarrverband, ein damals neues Projekt der Erzdiözese München-Freising. Das innovative Mehrzweckgebäude wurde 2019 in die bayrische Denkmalliste aufgenommen und ist damit das „jüngste Denkmal“ im Landkreis Dachau.

Ein Team aus Seelsorgern und Ehrenamtlichen freut sich auf Besucher und lädt zu folgendem Programm ein:

  • im Pfarrsaal gibt es Bilder zur  50-jährigen Geschichte des Pfarrverbandes
  • in der Kapelle können kleine Besucher eine Szene aus dem Leben der Patrone Peter und Paul sehen
  • die Bücherei im Pfarrzentrum hat geöffnet
  • der Aktionskreis „Mission-Entwicklung-Frieden“ verkauft fair gehandelte Waren und Gemeindemitglieder erzählen aus der Gründungszeit vor ca. 50 Jahren Spannendes und Interessantes vom Pfarrverband und dem Bau des Pfarrzentrums

Pfarrverband Fahrenzhausen – Haimhausen

Die Kirchen im Pfarrverband Haimhausen-Fahrenzhausen bilden ein Bindeglied zwischen den Landkreisen Freising und Dachau. Die Bauwerke selbst verbindet die Umgestaltungen über die Jahrhunderte im Stil der jeweiligen Zeit (Gotik bis 20. Jahrhundert), der Austausch von sakralen Ausstattungsstücken und die Verbindung zur Landesgeschichte. Alle Kirchen sind an diesem Tag zugänglich.

Der Pfarrverband verfügt über einen eigenen Youtube-Kanal mit Beiträgen auch zu den kirchlichen Bauwerken.

Am 13. September findet zusätzlich statt:

  • Jarzt , Mariä Himmelfahrt, Kirchberg 12 , 85777 Fahrenzhausen
    10.30 Uhr Matinée mit der Organistin Alexandra Karl und weiteren Instrumentalisten
  • Haimhausen, St. Nikolaus, Pfarrstr. 1 , 85778 Haimhausen
    14.00 Uhr Mittagsmusik. Zwischen 13.30 und 16.30 Uhr ist die Kirche geöffnet.
  • Weng St. Georg, Am Kirchfeld 8, 85777 Fahrenzhausen
    Die „kreativbande“ stellt ihr multimediales Projekt „Digitaler Kirchenführer“ von 12.00 bis 18.00 Uhr vor. Zwischen 12.00 und 17.00 Uhr werden individuelle Präsentationen und Gespräche angeboten. Ein offizieller Teil mit moderierter Präsentation beginnt um 17.00 Uhr.

Der Eintritt ist jeweils kostenfrei.

Pfarrverband Markt Indersdorf

Die Pfarrkirchen in Indersdorf, Langenpettenbach, Niederroth, Westerholzhausen und Ainhofen sind zur Besichtigung von 12.00 bis 18.00 Uhr geöffnet. Um 17.00 Uhr findet in der Klosterkirche Mariä Himmelfahrt in Markt Indersdorf eine Soiree mit Orgelmusik begleitet von einer Geigensolistin und meditativen Texten statt. Es können nach jetzigem Stand 100 Personen in die Klosterkirche kommen.

Die Adressen der Kirchen:

  • Wallfahrtskirche St. Maria Ainhofen, Bürgermeister-Hefele-Straße, 85221 Ainhofen
  • Pfarrkirche St. Korbinian Westerholzhausen, St. Korbiniansweg 10, 85229 Westerholzhausen
  • Pfarr- und Klosterkirche Mariä Himmelfahrt Markt Indersdorf, Marienplatz 6, 85229 Markt Indersdorf
  • Pfarrkirche St. Michael Langenpettenbach, Michelsberg 1, 85229 Langenpettenbach
  • Pfarrkirche St. Georg Niederroth, Münchner Str. 19, 85229 Niederroth

Pfarreiengemeinschaft Tandern

St. Michael in Michelskirchen

Über die Sanierung der barocken Kirche berichtet der Kirchenpfleger und Kirchenführer Winfried Riedel von 14.00 bis 17.00 Uhr.

St. Ursula in Gumpersdorf
St. -Ursula-Weg
86576 Hilgertshausen

Von 14.00 bis 17.00 Uhr ist Renate Riedel vor Ort und gibt Auskunft über die Kirche und die kürzlich erfolgte Restaurierung des Reliquienschreins der Hl. Theodora.

Heimatmuseum Indersdorf

Markt Indersdorf
Marienplatz
Heimatmuseum Indersdorf

Geöffnet von 13.00 bis 17.00 Uhr

Das Museum ist in einem Teil der ehemaligen Klosteranlage der Augustiner Chorherren untergebracht: im Mesnerhaus und Torturm finden sich Exponate zur Geschichte des Klosters von den Anfängen bis heute. Am „Tag des offenen Denkmals“ wird das seit einem halben Jahr geschlossene Haus wieder erstmals geöffnet.

Zusätzlich zur Dauerausstellung wird die an vielen internationalen Orten bereits gezeigte Wanderausstellung „Zurück ins Leben“ um 13.00 Uhr mit Grußworten und Musik auf dem Marienplatz vor dem Museum eröffnet.

Wohnhaus Altomünster

Altomünster Wohnhaus
Pipinsriederstraße 27

In der Pipinsrieder Straße 27 befindet sich eines der ältesten Bauernhäuser der Dachauer Region. Der erhaltene Wohnteil ist ein erdgeschossiger Satteldachbau mit weitem Traufüberstand, der ursprünglich als Ständerblockbau errichtet wurde. Die dendrochronologische Untersuchung ergab, dass das Haus im Kern von 1662 stammt. Zwischen 1808 und 1917 wurde es sukzessive versteinert und im 19. und frühen 20. Jh. im Innern weiterhin verändert. An diesen Gebäudeteil wurde in Anlehnung an ein ehemals bestehendes Stallgebäude ein moderner Anbau errichtet.

Dieses Jahr finden keine Führungen statt! Die Restaurierung des Hauses steht kurz vor dem Abschluss. Demnächst wird deshalb an dieser Stelle ein virtueller Rundgang mit Hilfe einer 360 Grad Visualisierung möglich sein.

Ruckteschell-Villa

Ruckteschell-Villa
Münchner Straße 84
Dachau

Geöffnet 14.00 - 17.00 Uhr

Eine Gästeführerin wird vor Ort sein und Fragen beantworten. 

Einen digitalen Rundgang können Besucher auf der Webseite der Stadt Dachau unternehmen:

Bezirksfriedhof in der Maroldstraße - Markt Indersdorf

Bezirksfriedhof in der Maroldstraße
Maroldstraße 55
Markt Indersdorf

Die neugotische Friedhofskapelle mit Dachreiter von 1888 ist Bestandteil des ehemaligen Bezirksfriedhofs von 1868. Hier fanden u.a. 32 Kleinkinder osteuropäischer Zwangsarbeiterinnen eine letzte Ruhestätte - die jüngsten Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Markt Indersdorf.

Zeitgeschichtsforscherin Anna Andlauer ist als Ansprechpartnerin von 15.00 bis 17.00 Uhr vor Ort und berichtet über die Geschichte der berüchtigten Kinderbaracke in Indersdorf - eine von ca. 400, in denen viele Kleinkinder im letzten Kriegsjahr in Deutschland qualvoll starben.

In der Friedhofskapelle ist ein gefilmtes Interview mit Zeitzeugin Notburga Gmeiner zu sehen, welche in Pfaffenhofen an der Ilm die unmenschlichen Zustände in der dortigen Kinderbaracke gesehen hat.

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