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Zusammen gegen Springkraut, Riesenbärenklau und Co. - Vereine verabreden sich erneut zu Gemeinschaftsaktion gegen Neophyten

27.07.2018 Auch heuer bekämpfen im Juli Naturschützer, Gartler, Fischer und weitere Vereine in einer konzertierten Aktion Springkraut, Riesenbärenklau und andere sog. Neophyten. Als Neophyten gelten Pflanzen, die in Deutschland ursprünglich nicht heimisch waren.

Neophyten-Gemeinschaftsaktion

Bedenklich sind dabei aus Sicht des Naturschutzes die Arten, die durch ihren enormen Ausbreitungsdrang heimische Tier- und Pflanzenarten verdrängen können.
Ziel der bereits seit Jahren durchgeführten Aktion ist die zielgerichtete Bekämpfung von Neophyten auf verschiedenen ökologisch bedeutsamen Flächen im Landkreis Dachau.

Schwerpunkte der Einsatzgebiete lagen auch heuer wieder in den Amperauen bei Haimhausen, Mitterndorf, Günding und Feldgeding, an der Würm sowie an Seitenbächen der Glonn wie der Roth und dem Albersbach.

An der diesjährigen Aktion, die sich von Anfang bis Mitte Juli erstreckte, beteiligten sich die Fischereivereine MD Amperfischer, Petri Heil Dachau und Anglerclub Markt Indersdorf, die Freie Turnerschaft München und die Ortsgruppen Haimhausen und Markt Indersdorf des Bund Naturschutzes (BN). Die BN Ortsgruppe von Schwabhausen arbeitete mit dem Gartenbauverein Schwabhausen zusammen, die Ortsgruppe des BN Dachau mit den Naturfreunden Dachau. Die BN Ortsgruppe Karlsfeld findet sich nochmals Ende Juli zu einer Aktion im Naturschutzgebiet Schwarzhölzl zusammen.

Per Hand und mit Freischneider, Spaten und Hacke wurden im Juli von insgesamt wieder rund 60 Aktiven Springkraut, Goldrute, Japanischer Knöterich und Riesenbärenklau gerupft, gemäht oder gestochen, um deren weitere Ausbreitung zu unterbinden und ökologisch wertvolle Areale vor einem Befall zu schützen. Die Verbreitung von Neophyten ganz aufzuhalten, so räumt die Untere Naturschutzbehörde ein, sei sicherlich nicht realistisch und sprenge die bestehenden Möglichkeiten. Durchaus umzusetzen sei allerdings deren Bekämpfung in ökologisch hochwertigen Lebensräumen. Voraussetzung dafür sei die jährliche, regelmäßige Kontrolle und Beseitigung der invasiven Pflanzen, so dass die heimische Vegetation einen Vorsprung erhalte und sich auf der Fläche etablieren könne.
Informationen zum Thema Neophyten gibt es auf der Homepage der Unteren Naturschutzbehörde: www. landratsamt-dachau.de