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Schlachtung, Fleischhygiene

Fleischhygiene = Tier- und Verbraucherschutz

Schlachttier- und Fleischuntersuchung

Um ein hohes Maß an Verbraucher- und Tierschutz zu gewährleisten, gibt es in Deutschland eine Untersuchungspflicht für Schlachttiere und Tierkörper. Jedes zu schlachtende Tier muss zur Lebendbeschau (Schlachttieruntersuchung) einem amtlichen Tierarzt zur Untersuchung vorgestellt werden. Jedes geschlachtete Tier muss zur Fleischbeschau (Fleischuntersuchung) ebenfalls von einem amtlichen Tierarzt untersucht werden.

Bei der Fleischbeschau untersucht der amtliche Tierarzt auf Krankheitsanzeichen, Gesundheitsbedenklichkeit für den Verbraucher, Anzeichen für Tierschutzprobleme bei der Haltung/Schlachtung uvm.

Welcher amtliche Tierarzt für ihren Bezirk zuständig ist, erfahren sie beim Veterinäramt.

Hygieneüberwachung

Die Gute Hygiene-Praxis ist das wichtigste Tool für Lebensmittelunternehmer, um sichere Lebensmittel zu produzieren. Gerade Lebensmittel tierischer Herkunft gehören zu den sensiblen Produkten. Damit von ihnen keine Gefahr für den Verbraucher ausgeht, sind bei der Herstellung und Verarbeitung besondere, vorbeugende hygienische Maßnahmen zu ergreifen. Die Überwachung der Hygiene im Betrieb liegt in der Hand des Veterinäramtes.

Tierschutz-Schlachtung

Neben der Hygiene ist die Einhaltung des Tierschutzes im Verlauf der Schlachtung eine wichtige Voraussetzung für maximales Tierwohl und eine gute Fleischqualität. Der Umgang mit den Tieren und die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben im Verlauf der Schlachtung (z.B. Sachkundenachweis für Schlachtung vorhanden, Betäubungsverfahren, Betäubungserfolg, Zeit zwischen Betäubung und Entblutung, ...) werden durch Amtstierärzte überprüft.

Hausschlachtung

Eine Schlachttieruntersuchung (Lebendbeschau) ist nicht notwendig, wenn das Fleisch des zu schlachtenden Tieres nur im eigenen Haushalt verbraucht wird (Hausschlachtung) und der Landwirt keine Auffälligkeiten am Tier feststellt. Eine amtliche Fleischuntersuchung ist immer notwendig. Setzen Sie sich dafür bitte mit dem für ihren Bezirk zuständigen amtlichen Tierarzt in Verbindung.

Mobile Schlachtung - Weideschlachtung

Unter „mobiler Schlachtung“ versteht man die Betäubung, Tötung und Entblutung von Rindern, Schweinen, Pferden und Gehegewild im Herkunftsbetrieb.

Die Mobile Schlachtung muss bei uns beantragt und genehmigt werden.

Werden Rinder, Schweine und Pferde im Herkunftsbetrieb geschlachtet, muss für die gesamte Dauer des Schlachtvorgangs ein amtlicher Tierarzt vor Ort sein. Dieser muss vom Halter mind. 3 Tage vor geplanter Schlachtung informiert werden.

Bei der Weideschlachtung mittels Kugelschuss wird neben der Genehmigung zur mobilen Schlachtung, noch eine Schießerlaubnis benötigt, die beim Sachgebiet Öffentliche Sicherheit und Ordnung des Landratsamts Dachau beantragt werden kann.

Formulare

Weitere Informationen zur mobilen Schlachtung/Weideschlachtung erhalten sie aus dem Leitfaden zur hofnahen Schlachtung des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz.

Schlachtung „kleiner Mengen“ Geflügel und Kaninchen

Eine Besonderheit ist die Schlachtung von im eigenen landwirtschaftlichen Betrieb gehaltenem Geflügel und Kaninchen, soweit die Gesamtzahl pro Jahr 10.000 Stück nicht übersteigt.

Eine Fleischuntersuchung ist nach aktueller Gesetzeslage hier nicht notwendig. Die Räumlichkeiten der Schlachtung und Fleischverarbeitung müssen aber bestimmten gesetzlichen Anforderungen entsprechen (Anlage 3 der Tier-LMHV) und werden durch die zuständige Behörde kontrolliert.

Notschlachtung

Man spricht von einer Notschlachtung, wenn ein ansonsten gesundes Tier im Herkunftsbetrieb geschlachtet werden muss, weil es einen Unfall erlitten hat, der seine Beförderung zum Schlachthaus aus Gründen des Tierschutzes verhindert.

Tiere, die klinische Anzeichen einer Erkrankung oder Abmagerung aufweisen, dürfen nicht geschlachtet, sondern müssen getötet werden. Hier kommt aus Gründen des Verbraucherschutzes keine Notschlachtung in Betracht.

Während der Notschlachtung muss ein amtlicher Tierarzt anwesend sein. Gemäß Allgemeinverfügung sind alle im Landkreis tätigen Tierärzte zum Zwecke der Schlachttieruntersuchungen von Notschlachtungen vom Amt ernannte amtliche Tierärzte.

Nach dem Entbluten dürfen, unter Aufsicht des amtlichen Tierarztes, gegebenenfalls die Eingeweide entfernt werden. Eine weitere Zurichtung ist nicht erlaubt. Die entfernten Eingeweide, sowie alle erforderlichen Bescheinigungen müssen das notgeschlachtete Tier zum Schlachthof begleiten. Der zuständige amtliche Tierarzt, wird dort die Fleischuntersuchung, sowie die Plausibilitäts- und Dokumentenkontrolle durchführen. Der Lebensmittelunternehmer hat die Einhaltung der Beförderungsdauer sowie ggf. die Kühlung sicherzustellen.

Trichinenuntersuchung

Jedes geschlachtete Hausschwein und jedes erlegte Wildschwein muss immer auf Trichinen untersucht werden.

Trichinen sind Parasiten in der Muskulatur der Schweine. Durch den Verzehr befallenen Fleisches können Menschen an der Trichinellose erkranken. Die Trichinenproben werden bei Hausschweinen vom amtlichen Tierarzt während der Fleischuntersuchung entnommen.

Bei erlegten Wildschweinen, Dachsen und Sumpfbibern übernimmt diese Probennahme der sachkundige Jäger, der vom Veterinäramt eine Genehmigung hierfür erhalten hat.

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